Erstellt am 21. Oktober 2012, 12:01

94 Prozent für Glawischnig von Wiener Grünen. Die Entscheidung ist gefallen: Eva Glawischnig führt - wie erwartet - erneut die Landesliste der Wiener Grünen für die Nationalratswahl 2013 an.

94 Prozent der Delegiertenstimmen entfielen am Sonntag auf die Bundessprecherin. Das waren 310 von insgesamt 345 abgegebenen Stimmen. Weiters gab es 19 Nein- und 16 ungültige Stimmen. Glawischnig stellte sich allein dem Urnengang für den Spitzenplatz. Die Bundessprecherin konnte bei der Landesversammlung ihr Ergebnis gegenüber ihrer Kür vor der NR-Wahl 2008 deutlich verbessern. Vor vier Jahren erhielt Glawischnig lediglich gut 75 Prozent. "Mein Ziel war es, besser als der Faymann mit seinen 83 Prozent zu sein", witzelte die neue alte Listen-Erste nach der Verkündung des Wahlergebnisses.

Vor dem Wahlprozedere stelle sich Glawischnig - wie alle anderen Kandidaten für die ersten 16 Plätze - den rund 350 erschienenen Parteifreunden im Zuge einer gut fünfminütigen Rede vor. Dabei betonte sie, dass die "Chance, das derzeitige politische System österreichweit umzudrehen, nie so groß wie heute" sei. Derzeit sei "Korruption on bord", die nächste NR-Wahl sei eine Abstimmung über die politische Kultur und die Käuflichkeit.

Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou stimmte ihre Partei in ihrer Rede vor Beginn der Listenerstellung bereits auf den Nationalratswahlkampf ein. Mit Mut, Hartnäckigkeit und Tatkraft müsse man in den Wahlkampf schreiten, appellierte die hörbar verkühlte Verkehrsstadträtin an die rund 350 versammelten Delegierten. Ansonsten drohe nämlich eine "Regierung der drei S: Spindelegger, Strache, Stronach - oder: Schwindler, Schurken, Steuerflüchtlinge".

Vor dem Wahlprozedere übte sich außerdem Vize-Parteichef Werner Kogler in Stimmungsmache. Der Steirer ließ noch einmal den eben beendeten U-Ausschuss Revue passieren und kam zum Schluss: "Nur die Grünen decken Skandale auf und sind skandalfrei. Das kann uns niemand nachmachen und das wird vermutlich auch länger so bleiben."