Erstellt am 02. November 2011, 00:00

95 Prozent für Steindl. ÖVP-PARTEITAG / Volkspartei beschloss ihr Grundsatzprogramm und wählte ihren Chef wieder. Es gab auch kritische Stimmen.

Das ÖVP-Team mit seinen Gästen: Parteichef Franz Steindl (4.v.l.) und Staatssekretär Sebastian Kurz, Landesrätin Michaela Resetar, der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, Minister Nikolaus Berlakovich, Generalsekretär Johannes Rauch, Abgeordnete Andrea Gottweis, Landesrat Andreas Liegenfeld, der zweite Landtagspräsident Kurt Lentsch, Nationalrat Oswald Klikovits und Klubchef Rudolf Strommer (v.l.).REITER  |  NOEN
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„Wir brauchen keine Miesmacher, sondern Mutmacher“, forderte ÖVP-Chef Franz Steindl beim Landesparteitag in Pamhagen eine einheitliche Linie ein und meinte damit auch die Diskussionskultur in der eigenen Bundespartei.

In „seinem“ Land gab es bei der Wiederwahl 95,02 Prozent (vor vier Jahren waren es 97,5 Prozent): 248 der insgesamt 261 Delegierten gaben dem Landesvize ihre Stimme. Seine Stellvertreter – darunter auch Umweltminister Nikolaus Berlakovich – erhielten zwischen 93,87 und 97,7 Prozent Zustimmung.

Beschlossen wurde auch das neue Grundsatzprogramm der Landes-VP, das auf breiter Basis erarbeitet worden war. Die Themen der Zukunft: Erneuerbare Energie (Steindl: „Das Burgenland soll zum Silicon Valley werden.“), Gemeindekooperationen („Keine Zusammenlegungen!“) und die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Regionen. Erste Ansagen gab es zudem in Richtung Gemeinderatswahlen.

Zu Wort meldete sich dann auch einer, dem es in der Partei an Selbstkritik mangelt, Helmut Tury, Fachgruppenobmann der Gastronomie in der Wirtschaftskammer: „Mir ist der Parteitag zu ruhig abgelaufen. Wir wollen in Zukunft stärker wahrgenommen werden und brauchen Strategien, wie wir das besser machen können.“