Erstellt am 30. April 2012, 14:26

Ab Donnerstag Gespräche zu Lehrer-Dienstrecht. Tempo in die seit Monaten dahindümpelnden Gespräche über ein neues Lehrer-Dienstrecht soll am Donnerstag eine erste Verhandlungsrunde zwischen Unterrichtsministerin Schmied, Finanzministerin Fekter, Beamtenministerin Heinisch-Hosek und der Lehrergewerkschaft bringen.

Schmied hofft, dass bis zum Sommer die Eckpunkte stehen.

Die Gewerkschafter wollen zunächst die Vorschläge der Regierung entgegennehmen und bewerten. Sie rechnen damit, dass es noch bis Anfang Juni dauern wird, bis die Verhandlungen wirklich ernst werden.

Vor folgendem Hintergrund starten die Verhandlungen: Bis 2025 geht rund die Hälfte der 125.000 Lehrer in Pension, schon jetzt gibt es zu wenige Lehrer. Gleichzeitig steigt der Personalbedarf durch Regierungsprojekte wie Neue Mittelschule (NMS) und Ausbau der Nachmittagsbetreuung.

Der Bund wendet fast zehn Prozent seiner Gesamtausgaben für Lehrer auf. Für Bundeslehrer (AHS, berufsbildende mittlere und höhere Schulen) hat der Bund 2011 laut dem am Montag vom Rechnungshof (RH) veröffentlichten Bundesrechnungsabschluss 2,78 Mrd. Euro (ein geringer Teil dieser Summe entfällt auch auf Aufwendungen für administratives Personal, Anm.) ausgegeben. Für die Landeslehrer (Volks-, Haupt-, Sonder-, Berufs- und Polytechnische Schulen) waren es 3,43 Mrd. Euro. Seit 2007 haben sich die Aufwendungen für Bundeslehrer um 14,4 Prozent erhöht, für Landeslehrer um 10,8 Prozent.

Lehrer äußerten bereits die Befürchtung, dass die Verhandlungen "hauptsächlich unter budgetären Aspekten geführt werden" und fordern, pädagogische Überlegungen miteinzubeziehen. Auf der Webseite wirbt die die Initiative "LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren" um Unterstützer des Anliegens geworben.