Eisenstadt

Erstellt am 03. November 2016, 05:54

von Bettina Eder

Kampf um FH-Studiengang „Soziale Arbeit“. Geplanter FH-Masterstudiengang „Soziale Arbeit“ vom Ministerium nicht genehmigt. Studentenvertretung sammelt Unterschriften.

An oberster Stelle deponiert. Beim Besuch von Bundeskanzler Christian Kern (l.) an der FH Burgenland – im Bild mit Geschäftsführer Georg Pehm (2.v.l.) – überreichten die Studentinnen Lisa Kainz und Lena Sinowatz mit Studiengangsleiter Roland Fürst die Petition. Foto: Machtinger  |  Machtinger

Ein nicht genehmigter FH-Masterstudiengang erregt derzeit einige Gemüter im Burgenland. Für diesen wurden nach inhaltlicher Überprüfung durch eine externe Agentur keine Bundesfinanzmittel vom Wissenschaftsministerium zur Verfügung gestellt.

Die Begründung: Am Arbeitsmarkt herrsche keine entsprechende Nachfrage und zudem gebe es alternative Studienangebote – in Wien und Graz gibt es Masterstudiengänge im Bereich „Soziale Arbeit“.

FH-Chef Pehm: Umschichtung hätte für Finanzierung gesorgt

Damit will sich die Studentenvertretung des fünften Semesters des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit“, für die besagter Masterstudiengang als weiterführendes Studium geplant war, nicht begnügen: Man habe ein Recht auf professionelle Bildung im Burgenland.

Gemeinsam mit FH und VSStÖ (Verband sozialistischer Studenten) startete man eine Petition, die schon von über 500 Personen unterzeichnet und auch an Bundeskanzler Christian Kern überreicht wurde (siehe Foto oben).

Enttäuscht ist auch FH-Geschäftsführer Georg Pehm, der betont, dass man durch Umschichtung für die Finanzierung gesorgt hätte. Nach der Ablehnung des Studiengangs im Frühjahr hatte die FH einen ersten Rettungsversuch unternommen und eine Umschichtung von bereits durch den Bund finanzierten Studienplätzen aus anderen Studienrichtungen vorgeschlagen. Dem Vorhaben wurde nun ebenfalls nicht zugestimmt.

Inzwischen gibt es auch auf politischer Ebene Debatten. Das Bündnis Liste Burgenland nimmt vor allem die SPÖ in die Pflicht und kritisiert, dass ein entsprechender Antrag zur Einrichtung eines Masterstudienganges im Landtag keine Unterstützung erhielt.