Erstellt am 10. Juli 2014, 13:29

von APA Red

Abtreibungen sollen in Zukunft möglich sein. Im Burgenland soll es für Frauen - wenn es nach Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) geht - schon bald die Möglichkeit geben, einen Schwangerschaftsabbruch in einem heimischen Spital durchführen zu lassen.

Burgenlands Landesrat Peter Rezar (SPÖ).  |  NOEN, Herbert Schlosser
Diese Abtreibungen sollen von Experten aus anderen Bundesländern durchgeführt werden, meinte Rezar gegenüber dem ORF Burgenland laut einem Bericht vom Donnerstag.

Ausmaß des Angebots wird noch evaluiert

"Ich habe die KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Gesellschaft m.b.H.) beauftragt, in anderen Bundesländern Experten zu finden, die bereit sind im Burgenland - je nach Bedarf - entsprechende Schwangerschaftsabbrüche in den Spitälern der KRAGES durchzuführen. Ich hoffe, dass wir schon im Herbst dieses Angebot im Burgenland machen können", erklärte Rezar gegenüber dem ORF.

Aus dem Büro des Gesundheitslandesrats bestätigte man dies. Als Grund, weshalb es bisher im Burgenland nicht möglich war, eine Abtreibung durchführen zu lassen, wurde u.a. die Anonymität der Betroffenen, die für einen Abbruch lieber in größere Städte - Wien oder Graz - fahren würden, genannt. In welchem Ausmaß diese Möglichkeit angeboten werden soll, sei noch unklar und werde nun evaluiert, hieß es aus dem Büro.

Die Sozialistische Jugend Burgenland fordert seit Jahren beharrlich, dass Frauen im Burgenland für einen Schwangerschaftsabbruch nicht mehr in andere Bundesländer ausweichen müssen.