Erstellt am 24. August 2011, 12:55

Ähnliche Zugangsregelungen für Unis und FH. Eine der zentralen Expertenempfehlungen zum Hochschulplan sagt aus, dass der Anteil der Studenten an Fachhochschulen auf 40 Prozent ansteigen soll. Die 60:40-Quote erscheint Wissenschaftsminister Töchterle allerdings sehr hoch gegriffen, immerhin stehe man derzeit bei einem Wert von 89 (Uni):11 (FH).

Um diese Quote zu erreichen müsse es dann aber auch ähnliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Der Rektor der TU Graz und Vorsitzende der Universitätenkonferenz (uniko), Hans Sünkel, verwies darauf, dass es dann auch ähnliche Rahmenbedingungen für Fachhochschulen und Unis geben müsse, was den Zugang betrifft. Wenn hier die selben Voraussetzungen herrschten, was Studienplatzfinanzierung und Kontingentierung angeht, habe er kein Problem damit.

Edlinger-Ploder betonte ebenfalls, dass es bei einem FH-Ausbau eben auch auf den Unis entsprechende Zugangsregelungen brauche, um gleiche Voraussetzungen zu schaffen. Minister Töchterle sah sich von den Experten insofern bestätigt, als er von Anfang an einen Ausbau des Fachhochschulsektors befürwortet habe.

Von den Fachleuten angeregt wurde ferner eine stärkere Beteiligung der Länder auch im universitären Bereich. Derzeit sind sie ja nur bei Fachhochschulen und Privat-Unis beteiligt. Inwieweit hier finanzielle Beiträge möglich seien, wird laut Töchterle erst in den nächsten Jahren zu sehen sei. Primär gehe es hier um eine bessere Koordinierung. Ebenso sieht das Edlinger-Ploder.

Vorsichtig äußerte sich Töchterle gegenüber der APA zu den Expertenüberlegungen, bei den Stipendien eine Teilrückzahlung vorzusehen, sobald der Student im Berufsleben steht, wie das in Deutschland gehandhabt wird. Dies könnte allenfalls zum Thema werden bei einer Neuordnung der Studienbeiträge. Derzeit spiele dieses Modell aber keine Rolle.