Erstellt am 13. Mai 2015, 18:49

von Wolfgang Millendorfer

Ärzte-Demo: Pfiffe für die Politik. Mit einem „Marsch aufs Landhaus“ machten die Spitalsärzte am Mittwoch ihrem Ärger Luft. Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) hingegen ist mit den Verhandlungen zufrieden.

 |  NOEN, Müllner
Nach elf Verhandlungsrunden machte die Ärztekammer ihre „Drohung“ wahr und protestierte mit dutzenden Anhängern lautstark gegen die Politik.



Im Anschluss an einen Ärzte-Konvent in Eisenstadt zog die Demo durch die Fußgängerzone.

Vor den Türen der Krankenanstaltengesellschaft (Krages) gab es Pfiffe und Buh-Rufe, im Landhaus hinterlegte Kammer-Präsident Michael Lang eine Petition an Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ).

„Wollen nicht, dass Gesundheit an die Wand gefahren wird“

Zur gleichen Zeit berichtete die SPÖ in einer Presse-Aussendung von einem „Durchbruch“: In den laufenden Gehalts- und Strukturverhandlungen habe man sich mit einem Gesamtpaket von 6,5 Millionen Euro auf eine faire Entlohnung geeinigt und die Versorgung langfristig gesichert. Etwas anders sieht das Ärzte-Präsident Lang.

Dass man sich in Grundzügen geeinigt habe, sei zwar richtig, meint Lang im BVZ-Gespräch, man befürchte aber weitere Verzögerungen durch die Landespolitik: „Wir wollen nicht, dass die Gesundheit an die Wand gefahren wird.“

Schon jetzt würden Jungmediziner „fluchtartig“ die burgenländischen Spitäler verlassen, auch weil aufgrund des Ärztemangels die Ausbildung leide. Verschärft wird die Situation, wie berichtet, durch die Neuregelung der Arbeitszeit in den Krankenhäusern. Abhilfe schaffen soll die Strukturreform, um die nun trotz Protesten weiterverhandelt wird.

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