Erstellt am 28. November 2012, 07:26

Ärzte machen Druck. Gesundheitsreform | Ärztekammer fixiert 16. Jänner als Streiktag. Patientenanwalt Weiß ist das verfrüht: „Gibt noch kein offizielles Papier.“

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Von Bettina Eder

BURGENLAND |  „Momentan hat man den Eindruck, dass es nach der Gesundheitsreform gar keine ärztliche Versorgung mehr geben wird“, kommentiert Patientenanwalt Dr. Josef Weiß die Kampagne der Ärztekammer. Die hat sich dieser Tage bei einem Ärztekongress, zu dem auch 80 Burgenländer angeführt von Ärztekammerpräsident Michael Lang teilnahmen, erneut gegen das „Kaputtsparen“ des Gesundheitssystems ausgesprochen und verabschiedeten eine 10-Punkte umfassende Resolution. Zudem wird mittels polarisierender Plakate – „Mein Arzt ist weg“, „Mein Spital ist weg“ – Stimmung gegen die Vorhaben der Regierung gemacht.

„Viel Verständnis wird man nicht ernten, wenn man’s so plakativ macht“, kommentiert Weiß und ergänzt: „Ich bin für sachliche Information. Aber derzeit liegt ja noch nicht einmal ein offizielles Papier am Tisch, über das man diskutieren kann.“ Die Ärztekammer hat derweil eine österreichweite Infokampagne (5. Dezember) sowie einen Streiktermin fixiert. Am Mittwoch, dem 16. Jänner, bleiben die Ordinationen österreichweit geschlossen. In den Spitälern wird es Betriebsversammlungen geben.