Erstellt am 18. Mai 2015, 10:48

von APA/Red

Spitalsärzte: Nächster Verhandlungstermin am Dienstag. Im Burgenland haben die Spitalsärzte am Montagvormittag erneut Betriebsversammlungen abgehalten.

Einen weiteren Verhandlungstermin werde es am Dienstagvormittag geben, sagte Ärztekammerpräsident Michael Lang  |  NOEN, BVZ

Grund dafür sind die anhaltenden Verhandlungen rund um das Ärztearbeitszeitgesetz. Einen weiteren Verhandlungstermin werde es am Dienstagvormittag geben, sagte Ärztekammerpräsident Michael Lang zur APA. "Wenn es morgen zu keiner Einigung kommt, werden wir weitere Aktionen planen."

"Durchbruch" oder "sehr, sehr großer Unmut"?

Dass Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) alles unter Dach und Fach sehe, obwohl noch Detailfragen offen seien, sorge bei den Kollegen für "sehr, sehr großen Unmut", sagte Lang nach den Betriebsversammlungen im APA-Gespräch. "Es ist positiv, dass die Zusage da ist", hielt der Ärztekammerpräsident fest. Nur auf welchem Weg man zum Endergebnis kommen werde, sei fraglich.

Rezar hatte am vergangenen Mittwochnachmittag von einem "Durchbruch" bei den Verhandlungen zum Ärztearbeitszeitgesetz im Burgenland berichtet. Man habe sich "im Kern und dem Grunde nach eigentlich geeinigt", nun gehe es noch um "kleine Details", die von Spezialisten beurteilt werden sollen, sagte Rezar damals.

"Kleine Details" verstimmen die Ärzte

Doch genau diese "kleinen Details" verstimmen die Ärzte in den burgenländischen Krankenhäusern. Besonders dass vor einem Abschluss mit Unterschrift bereits kolportiert werde, dass eine Lösung da sei, sorge für viel Unmut. "Ich war heute richtig schockiert, als mir sechs Fachärzte im Krankenhaus Oberpullendorf gesagt haben, wenn es keine rasche Einigung gibt, dann gehen sie", erzählte Lang.

Laut dem Ärztekammerpräsident gehe es "nicht nur mehr um das Gehalt. Es geht an die Wurzeln unseres Gesundheitssystems". "Wir hoffen, dass wir morgen etwas erreichen. Es muss unterm Strich das Steiermark-Niveau drin sein." Sollte es zu keiner Einigung kommen, "müssen wir weitere Aktionen durchführen und die Bevölkerung darüber informieren, dass das Gesundheitssystem zum Sterben verurteilt ist", sagte Lang.