Erstellt am 30. Oktober 2011, 10:39

Ärztekammer gegen Elektronische Gesundheitsakte. Der Plan von Gesundheitsminister Stöger, das Gesetz für die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) so rasch wie möglich in den Ministerrat zu bringen, stößt bei der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) auf Widerstand.

Präsident Dorner sprach am Sonntag von "schwerer Irritation", er warnte vor "verantwortungsloser Hast". Auch auf Wiener Ebene sieht man sich "meilenweit von einer Einigung entfernt".

Laut Dorner sind noch mehr als 60 Fragen in Hinblick auf Technik, Organisation, Finanzierung, Datenschutz und Datensicherheit offen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die "definitive Zusage" des Gesundheitsministers gegenüber dem ÖÄK-Präsidium, die Umsetzung des elektronischen Gesundheitsaktes erst nach einer detaillierten Evaluierung des Pilotprojektes zur E-Medikation einzuleiten.

Für die Wiener Kammer hatte Vizepräsident Steinhart schon am Samstag vollkommene Unklarheit und breiten Dissens konstatiert. Diese Lösungen in einigen wenigen Tagen finden zu wollen, sei für die Bevölkerung "unzumutbar und bei dieser heiklen Materie unverantwortlich". Die FPÖ forderte einmal mehr einen sofortigen Stopp des "Millionengrabs" ELGA.