Erstellt am 24. Oktober 2011, 14:08

AK und IV werben für Bildungsvolksbegehren. Das österreichische Bildungssystem muss reformiert werden - und das rasch, sind sich Herb

Bei einer Pressekonferenz am Montag warben sie für ihr "gemeinsames Anliegen", das von Ex-SP-Vizekanzler Hannes Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren.

"In Fragen der Universitätspolitik vertreten wir zwar unterschiedliche Positionen", meinte Sorger, dessen IV im Gegensatz zur AK für Studiengebühren eintritt. "Aber wir teilen einen großen Bogen an Übereinstimmungen."

Der Bogen reicht laut Tumpel von der gemeinsamen Schule und der verstärkten Förderung in der Vorschule bis zu einer gemeinsamen Lehrer-Ausbildung und mehr Kompetenzen beim Bund. "Wir brauchen diese Reformen im Interesse der Chancengerechtigkeit", so Tumpel. "Es darf nicht von der Brieftasche der Eltern abhängen, welchen Ausbildungsweg junge Menschen wählen." Ist das Bildungsniveau hoch, "hat das positive Auswirkungen auf den Wohlstand und das Wachstum unserer Gesellschaft".

Sorger sieht für Österreich das "beste Bildungssystem der Welt - vom Kindergarten bis zur Hochschule" indes notwendig, "um als Wirtschaftsstandort langfristig an der Weltspitze zu bleiben". Die Budgetrede von Finanzministerin Maria Fekter (V) vergangene Woche habe "einmal mehr gezeigt, wie viel wir für die Vergangenheit zahlen und wie wenig Spielraum wir für die Zukunft haben". Dabei trockne der "Nachwuchspool, aus dem die Unternehmer heute schöpfen können", langsam aus - vor allem in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern müssten neue Schwerpunkte gesetzt werden.

Generell vermisst Sorger "entsprechende Reformen", ortet aber "positive Signale und Bemühungen" von Unterrichtsministerin Schmied. Man könne nicht sagen, "dass nichts weitergegangen ist, aber wir müssen das Reformtempo erhöhen".