Erstellt am 14. Februar 2014, 11:53

AK-Wahl: Rund 80.000 Wahlberechtigte. An die 80.000 Stimmberechtigte, um 5.000 mehr als 2009, können bei der AK-Wahl im Burgenland vom 31. März bis 9. April über die Kräfteverhältnisse in der Arbeiterkammer entscheiden.

72.000 Personen sind fix wahlberechtigt, bis 23. Februar läuft noch das Veranlagungsverfahren für die besondere Wählergruppe. Fünf Listen treten an, darunter erstmals seit 1989 auch der Gewerkschaftliche Linksblock.

400 Betriebswahlsprengel sind bereits festgelegt

Derzeit laufe die heiße Phase der Vorbereitungen, berichtete Wahlleiter Uwe Bauer am Freitag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Bereits festgelegt sind die exakt 400 Betriebswahlsprengel. Arbeitnehmer, die nicht über einen Sprengel erreichbar sind, bekommen Unterlagen für die Briefwahl zugeschickt. Das Verhältnis von Betriebs- und Briefwählern liege ähnlich wie 2009 bei 40:60.

Rund 72.000 Personen, die zum Stichtag am 9. Dezember 2013 kammerumlagepflichtig beschäftigt waren, sind automatisch wahlberechtigt. Zur besonderen Wählergruppe, die eine Aufnahme in die Wählerliste beantragen muss, gehören Arbeitslose, Arbeitnehmer in Karenz sowie Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener, Personen, die einen Ausbildungsdienst leisten und geringfügig Beschäftigte.

Vor fünf Jahren FSG mit fast drei Viertel der Stimmen

Beim Urnengang werden 50 Kammerräte gewählt. Der Vorstand wird nach dem Proporzsystem gebildet, die Vollversammlung wählt den Präsidenten und die Vizepräsidenten.

Bei der Arbeiterkammerwahl 2009 erreichte die FSG 70,44 Prozent, der ÖAAB kam auf 21,96 Prozent. 5,6 Prozent votierten für die Freiheitlichen Arbeitnehmer. 2,01 Prozent gaben für die Grünen ihre Stimme ab. Der Gewerkschaftliche Linksblock hatte zuletzt 1989 0,51 Prozent der Stimmen erhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei 50 Prozent.

Arbeitslosigkeit und Lohn-Wert als "bedrückende" Probleme

Zentrale Aufgaben der Arbeiterkammer seien der Servicebereich mit rund 60.000 Beratungen im Vorjahr und die arbeitnehmerpolitische Interessensvertretung, erläuterte Arbeiterkammerpräsident Alfred Schreiner.

Was derzeit am meisten bedrücke, sei einerseits die hohe Arbeitslosigkeit und andererseits, dass sich die Arbeitnehmer trotz jährlicher Lohnerhöhungen mit dem, was sie netto verdienen, immer weniger kaufen könnten, sagte Schreiner.

Der AK-Präsident forderte eine Entlastung der Arbeitnehmer durch die Senkung des Einstiegssteuersatzes von 36,5 auf 25 Prozent. Dies würde für einen Arbeiter bei einem Monatsverdienst von rund 1.800 Euro bedeuten, dass er pro Jahr um 700 bis 800 Euro netto mehr zur Verfügung hätte.