Erstellt am 29. August 2013, 15:03

Alleinverdiener-Pensionisten bekommen Nachzahlung. Zahlreiche Pensionisten können sich bei der Auszahlung ihrer August-Pension über zusätzliches Geld freuen.

Pensionisten-Ehepaare mit Alleinverdienern, deren Pension mit Jahresbeginn durch die Anpassung über die Grenze von 1.750 Euro gerutscht ist, erhalten eine Nachzahlung von fast 200 Euro. Grund dafür ist die rückwirkend beschlossene "Ausschleifregelung" des Pensionisten-Absetzbetrages.

Bis zum Vorjahr konnte man den erhöhten Pensionistenabsetzbetrag von 764 Euro nur bis zu einer Monatsbruttopension in der Höhe von 1.750 Euro lukrieren. Wer auch nur um einen Euro darüber lag, fiel auf den normalen Absetzbetrag in der Höhe von 253 Euro zurück. Mit der neuen Regelung wurde dieser erhöhte Absetzbetrag bis zu einer Bruttopensionshöhe von 2.200 Euro "ausgeschliffen". Die Neuregelung gilt rückwirkend mit 1. Jänner 2013.

Deshalb bekommen jene alleinverdienenden Pensionisten-Ehepaare, die mit der Pensionsanpassung über die Grenze von 1.750 Euro gerutscht sind und die einen Antrag gestellt haben, jetzt mit der August-Pension rückwirkend für die Zeit seit 1. Jänner den erhöhten Absetzbetrag nachgezahlt. Ab der September-Pension wird die Berücksichtigung dann laufend automatisch erfolgen.

Das monatliche Netto-Plus für diese Pensionisten beträgt durchschnittlich 22 Euro. Laut ÖVP-Seniorenbund sind unter Berufung auf die Pensionisversicherungsanstalt (PVA) rund 31.000 Pensionisten-Ehepaare im ASVG davon betroffen, der SPÖ-Pensionistenverband spricht von insgesamt rund 40.000 Paaren.

Sowohl die SPÖ- als auch die ÖVP-Seniorenvertreter rufen die Pensionisten auf, einen Antrag zu stellen, wenn sie das noch nicht getan haben. Das gilt auch für jene Pensionisten-Ehepaare, deren Bezug unter 1,750 Euro bzw. zwischen 1.750 und 2.200 Euro liegt. Für die anstehenden Pensionsverhandlungen im Herbst fordern der SPÖ-Pensionistenverband und der ÖVP-Seniorenbund, dass der erhöhte Absetzbetrag uneingeschränkt ohne Einkommensgrenze gewährt wird.