Erstellt am 19. September 2012, 00:00

„Allianz fürs Land“. Agrarförderungen / Harte Budgetverhandlungen mit der EU stehen an. Minister Berlakovich: „Jetzt geht‘s um die Zukunft der Öko-Bauern.“

    Im Einsatz für die Landwirte: Minister Nikolaus Berlakovich (2.v.l.), Landesrat Andreas Liegenfeld, Bauernbund-Präsident Jakob Auer und Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Stefan Hautzinger (v.l.). Foto: Millendorfer  |  NOEN
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Von Wolfgang Millendorfer

Spannend werden die kommenden Monate nicht nur wegen der laufenden Verhandlungen um die Nachfolgeförderung des Landes – auch die Finanzierung des Agrarprogrammes steht auf EU-Ebene zur Diskussion.

Als „Allianz fürs Land“ traten VP-Agrarminister Nikolaus Berlakovich, VP-Landesrat Andreas Liegenfeld, Bauernbund und Landwirtschaftskammer daher in der Vorwoche in Eisenstadt auf: „Mit der geplanten Reform der Agrarpolitik wird sich entscheiden, ob Europa den Weg einer Massenproduktion geht“, meint Berlakovich, „wir wollen aber mehr Förderungen für die ökologische Landwirtschaft.“

Laut dem Agrarminister steht und fällt alles mit dem EU-Budget: „Wenn hier noch mehr gekürzt wird, ist die ökologische Bewirtschaftung bald nicht mehr möglich.“

Bauernbund-Präsident Jakob Auer verweist in diesem Zusammenhang auf österreichweit 350.000 Beschäftigte, „die direkt oder indirekt mit der Landwirtschaft in Verbindung stehen“. Kammer-Präsident Franz Stefan Hautzinger pocht zudem auf Ausgleichszahlungen, um Ernteschwankungen abfedern zu können. Andreas Liegenfeld will im Burgenland künftig auf eine noch stärkere Vermarktung der Regionalität setzen.

Während sich die ÖVP-Riege in der Vorwoche noch für den umstrittenen Agrotreibstoff E10 einsetzte, wurde am Montag die Notbremse gezogen: Berlakovich hat die für 1. Oktober geplante Einführung ausgesetzt, „bis die Situation auf europäischer Ebene geklärt ist“.