Erstellt am 10. Juli 2013, 14:18

Alters- und Frühpensionen steigen. Im ersten Halbjahr haben um 5,9 Prozent mehr Personen eine Alterspension angetreten als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Gestiegen sind dabei sowohl die Zuerkennungen der normalen Alterspensionen mit 60 bzw. 65 Jahren als auch die Frühpensionen. Bei letzteren sticht vor allem ins Auge, dass die sogenannte Hackler-Pension wieder einen deutlichen Zuwachs um 13,5 Prozent verzeichnete.

Dafür ist die Zahl der zuerkannten Invaliditätspensionen um 12,3 Prozent auf 12.504 Zuerkennungen gesunken. Vor allem daraus zieht Sozialminister Hundstorfer den Schluss, dass die gesetzten Maßnahmen "Wirkung zeigen".

Wie aus jüngsten Daten des Sozialministeriums hervorgeht, wurden im ersten Halbjahr 15.682 normale Alterspensionen (mit 60 bzw. 65) zuerkannt, das ist eine Steigerung um 7,7 Prozent. Geringer ist der Anstieg bei den Frühpensionen mit plus 4,2 Prozent auf 16.127 Zuerkennungen ausgefallen. Den größten Teil der Frühpensionen macht nach wie vor die sogenannte Hackler-Pension aus. Bei dieser Langzeitversicherten-Pension ist eine Steigerung um 13,5 Prozent auf 9.987 Personen im ersten Halbjahr zu verzeichnen.

Nachdem sich der Zug zur Hackler-Pensionen zuletzt schon eingebremst hatte, sieht man im Sozialministerium den jetzigen Anstieg nur als "vorübergehenden Effekt". Einerseits verweist man auf die demografische Entwicklung, andererseits darauf, dass mit der Einführung des Pensionskontos eine bessere Anrechnung von Beitragszeiten für Frauen ab dem Jahrgang 1958 jetzt kurzfristig wirksam werde.

Hundstorfer betont allerdings, dass die Hackler-Pension mit der mit Anfang 2014 wirksam werdenden Reform deutlich eingeschränkt wird, unter anderem indem das Antrittsalter um zwei Jahre auf 57 bzw. 62 Jahre hinaufgesetzt wird, um mit 42 (statt derzeit 40) bzw. 45 Versicherungsjahren in Pension gehen zu können. Zudem werden auch Abschläge für die Hackler-Pension eingeführt.