Erstellt am 14. Oktober 2011, 12:24

Anstieg der Pflegegeldbezieher bremst sich ein. Der Anstieg der Pflegegeldbezieher bremst sich ein. Heuer werden hochgerechnet um 13 Prozent weniger Neuanträge auf Pflegegeld gestellt werden, die Zahl der erstmaligen Zuerkennungen wird um fast 10.000 geringer ausfallen als im Vorjahr.

Das Sozialministerium macht dafür die mit Jahresbeginn in Kraft getretene Reform verantwortlich, mit der der Zugang zu den Stufen 1 und 2 erschwert wurde.

Heuer werden insgesamt 66.494 Personen Pflegegeld des Bundes neu beantragen - diese Zahl ist eine Hochrechnung des Sozialministeriums aus den Daten von Jänner bis August auf das gesamte Jahr. Im Vorjahr waren noch 76.257 Neuanträge registriert worden. Die Zahl der erstmaligen Zuerkennungen wird von 57.080 auf voraussichtlich 47.390 sinken, wobei die Zuerkennungsquote von 75 auf 71 Prozent zurückgeht.

Bemerkenswert ist dabei, dass in allen sieben Stufen heuer weniger Personen Pflegegeld neu zuerkannt bekommen als noch im Vorjahr, auch wenn der Rückgang in den ersten beiden Stufen besonders deutlich ausfällt. In Stufe 1 werden um mehr als 2.600 und in Stufe 2 mehr als 6.500 Personen weniger Pflegegeld bewilligt bekommen.

Das Sozialministerium beziffert die Kostendämpfung durch die Reform und die nun zurückgegangenen Neuzuerkennungen mit 22 Millionen Euro - bei einem Gesamtaufwand von rund 2,4 Milliarden Euro für die insgesamt 442.000 Pflegegeldbezieher. Aus dem Büro von Ressortchef Hundstorfer hieß es dazu gegenüber der APA, die Zahlen entsprechen den Erwartungen.

Mit 1. Jänner 2012 steht ist übrigens die nächste Reform schon auf Schiene. Mit der Übertragung aller Landespflegegesetze auf den Bund wird es statt derzeit 303 nur mehr acht vollziehende Stellen geben. Das Sozialministerium verspricht sich dadurch weniger Bürokratie, schnellere Verfahren, und einheitlichere Zuerkennungen.