Erstellt am 28. März 2011, 15:04

Anti-Atom-Konferenz in Wien im April geplant. Eine Allianz von Ländern, die nicht auf Atomkraft setzten, soll dem Anti-Atom-Anliegen Österreichs eine stärkere Stimme im EU-Rat verleihen, erhofft sich Umweltminister Niki Berlakovich.

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Die Anti-Atom-Konferenz soll in den nächsten zwei bis drei Wochen in Wien stattfinden. Man müsse "jetzt in Europa Partner suchen", sagte er dem Ö1-Morgenjournal des ORF am Montag. Partner könnten Griechenland, Portugal, Malta, Zypern oder Irland sein.

Mit diesen Ländern sei man am Samstag im Rahmen des Informellen EU-Umweltministerrates im ungarischen Gödöllö bereits in Kontakt getreten und sei auf positives Echo gestoßen, hieß es aus dem Umweltministerium gegenüber der APA. Eine formelle Einladung solle in den nächsten Tagen folgen. Es sei besonders wichtig, dass die Konferenz auf Regierungsebene stattfinde. Die Atomfrage sei nicht das Thema einzelner Parteien, sondern ein parteiübergreifendes Länderthema, so der Sprecher.

Mögliche Themen der Konferenz, die bis spätestens Mitte April stattfinden werde, könnten die Qualitätsüberprüfung der AKW-Stresstests, eine Umwandlung des EU Atomförderprogramms Euratom hin zur Förderung von alternativer Energie ebenso wie nukleare Haftungsfragen sein.

Berlakovich meinte außerdem laut Morgenjournal, dass das "Atomargument" auch bei den Verhandlungen über neue EU-Klimaziele eine Rolle spielen werde. Auf EU-Ebene wird eine Anhebung der CO2-Reduktionsziele von 20 auf 30 Prozent diskutiert. Österreich war bisher nicht bereit, diesen verschärften Zielen zuzustimmen. "Die Staaten, die sagen, wir müssen noch mehr tun, wollen das mit Atomkraft erreichen. Und das akzeptiere ich nicht", betonte der Umweltminister.