Erstellt am 04. Februar 2014, 14:14

Antritt bei der Landtagswahl 2015. Die Liste Burgenland (LBL) bereitet sich auf den kommenden Urnengang vor: "Wir haben uns definitiv entschlossen, dass wir bei den Landtagswahlen 2015 antreten", erklärte Listenobmann Wolfgang Rauter am Dienstag.

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Wer Spitzenkandidat wird, stehe noch nicht fest, so Rauter, der sich weiterhin eine gemeinsame Kandidatur der LBL mit anderen Gruppierungen vorstellen kann.

Listenkoppelungen sei man in Österreich nicht gewohnt, "aber ich glaube, es ist eine faszinierende Idee", sagte Rauter. Trotz einer gemeinsamen Kandidatur sollte jede der beteiligten Gruppen ihren Wahlkampf eigenständig führen und auch im Landtag selbstständig agieren. "Je mehr man das Potenzial stärkt, das abseits von SPÖ und ÖVP vorhanden ist, desto besser ist es", meinte der Listenobmann.

Er habe "keinerlei Berührungsängste" zu Grünen, Freiheitlichen, Neos und zum Team Stronach. Man fürchte aber auch nicht die Konkurrenz: Die Liste Burgenland schöpfe ihre Stärke aus den Gemeinden, "wo wir relativ immun sind gegen diese neuen Gruppierungen, die möglicherweise bei der Landtagswahl antreten werden", so Rauter.

Themen: Bürokratieabbau und Gemeinden stärken
Im Wahlkampf wolle man sich auf die Anliegen der Bevölkerung in den Gemeinden konzentrieren und für Bürokratieabbau und eine Verlagerung von Kompetenzen hin zu den Kommunen eintreten. Man denke auch darüber nach, die für die Plakatwerbung anfallenden Kosten für Sozialprojekte zur Verfügung zu stellen. Statt mit Plakaten würden die LBL-Kandidaten persönlich in den Gemeinden und Bezirken werben.

Spitzenkandidaten noch nicht fix
Bei Klausuren im März und im Juni werde man mit den Ortsgruppierungen über Kandidaturen reden, erläuterte Rauter. Im Juni wolle man sich auch schon etwas mehr Gedanken über den Spitzenkandidaten machen. "Auf Landesebene werde ich sicher nicht Spitzenkandidat sein", stellte er klar. Manfred Kölly, derzeit einziger Landtagsabgeordneter der Liste, sei ein "sehr guter Frontman", so LBL-Vizepräsident Gerhard Hutter. Kölly meinte: "Ich muss nicht Spitzenkandidat sein", er dränge sich nicht vor. Auf die Frage, mit wie vielen Mandaten er für die Liste Burgenland rechne, antwortete Rauter: "Drei wäre schön, aber zwei ist realistisch, wenn wir alleine antreten."