Erstellt am 10. August 2016, 10:42

von Wolfgang Millendorfer

Debatte um die Wirtschaft. Die ÖVP will sich für eine Entlastung des Mittelstandes und der Unternehmer einsetzen. In Sachen Arbeitsmarkt gibt es einen Schlagabtausch mit der SPÖ.

Thomas Steiner und Christian Sagartz (ÖVP Burgenland)  |  zvg

Unter dem Motto „Das Land nach vorne bringen“ stellt die Bundes-ÖVP im Zuge ihrer Sommer-Kampagne die Entlastung des Mittelstandes und der Unternehmer sowie die Sicherheit in den Mittelpunkt.

Die ÖVP-Burgenland setzt sich zugleich für eine Stärkung der Wirtschaft ein. Kritik gibt es dabei an der rot-blauen Landesregierung: „Zur Schaffung neuer Arbeitsplätze braucht es regionale Konzepte und keine Abschottung“, so VP-Chef Thomas Steiner.

Gemeinsam mit Landesgeschäftsführer Christian Sagartz verweist er auf die im Lauf des vergangenen Jahres gestiegene Arbeitslosigkeit: „Die Landesregierung hat mehr Jobs für Burgenländer versprochen. Tatsache ist aber, dass die Beschäftigung von Ausländern stark gestiegen ist“, meint Steiner.

Wettstreit der Ideen

Helmut Schuster  |  zvg

Während SPÖ und FPÖ zuletzt wiederholt auf eine partielle Schließung des Arbeitsmarktes für ausländische Arbeitnehmer drängten, will die ÖVP etwa auf flexible Arbeitszeiten, weniger Bürokratie für Unternehmen und steuerfreie Prämien und Überstunden setzen. Ein weiterer Vorschlag: Die Landesumlage in Höhe von 18 Millionen Euro solle zweckgebunden in die Gemeinden zurückfließen.

SPÖ-Geschäftsführer Helmut Schuster (Foto links) hingegen meint, die ÖVP entferne sich „immer weiter von den Arbeitnehmern“: „Bis heute ist die ÖVP der burgenländischen Bevölkerung noch immer eine Antwort schuldig, wie ihre Vorschläge gegen Lohn- und Sozialdumping, eine Änderung der Entsenderichtlinie oder die Aufstockung der Finanzpolizei aussehen.“