Erstellt am 11. März 2015, 12:22

von APA/Red

Burgenland-Grüne fordern Transparenz bei Quartiersuche. Grüne sind für die Einbindung von Gemeinden und die Abhaltung von Informationsveranstaltungen vor Quartiererrichtung für Asylwerber.

Der Grüne Abgeordnete Wolfgang Spitzmüller.  |  NOEN, Grüne Burgenland
Burgenlands Grüne fordern Transparenz bei der Errichtung von Quartieren für Asylwerber.

Gemeinden sollten ehestmöglich eingebunden werden, zudem solle es Informationsveranstaltungen geben, bevor in einem Ort neue Quartiere eröffnet werden, so Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller am Mittwoch in einer Aussendung. 

Auch Betreuungsorganisationen sollten einbezogen werden. "Durch Verschwiegenheit entstehen Gerüchte und geben klaren Asyl-Gegnern die Möglichkeit, durch anonyme Briefe und Falschinformationen ein schlechtes Klima für alle zu schaffen.

"Viele Burgenländer sind bereit zu helfen"

Nur durch eine offene, transparente Vorgehensweise kann dem entgegengetreten werden", erklärte Spitzmüller. "Asyl ist ein Menschenrecht, und viele Burgenländer sind auch bereit zu helfen.

Auch zahlreiche Gemeinden haben sich gemeldet, um Asylwerber unterzubringen", so Spitzmüller. In zahlreichen - auch sehr kleinen - Orten lebten seit vielen Jahren Flüchtlinge, die inzwischen Teil der Gemeinden seien. 

Initiative in Salzburg als Beispiel 

Das von Landessprecherin Regina Petrik vorgeschlagene Modell zur Einbindung der Gemeinden bei der Quartiersuche werde mittlerweile von den Grünen in Salzburg umgesetzt, berichtete Spitzmüller.

Die Gemeinden Werfenweng, Werfen, Pfarrwerfen und Bischofshofen hätten die "Flüchtlingshilfe Pongau" gegründet und würden ab April mehr als 25 Asylwerbende aufnehmen.

"Mit großer Bereitschaft überlegen dort Pfarrgemeinderäte und Bürgermeister, wie die Asylwerber willkommen geheißen werden können und wie sie gut unterstützt werden können: beim Deutsch lernen, bei der Orientierung im Ort, bei der Alltagsbewältigung", erklärte Petrik: "Das kann im Burgenland auch funktionieren, wenn der politische Wille dazu da ist."