Erstellt am 22. September 2011, 11:04

Asylgerichtshof hebt rund 20 Prozent der Entscheidungen auf. Der Asylgerichtshof hat im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeit rund ein Fünftel der erstinstanzlichen Entscheidungen aufgehoben. Im Jahr 2010 waren es exakt 2.359 Fälle, was 17,5 Prozent entspricht.

Asyl Aufenthaltsgenehmigung Ausländer  |  NOEN
Das geht laut Parlamentskorrespondenz aus dem Tätigkeitsbericht des Asylgerichtshofs für das Jahr 2010 hervor, der vor kurzem von Bundeskanzler Werner Faymann dem Nationalrat vorgelegt wurde.

Konkret wurden im Jahr 2010 9.216 Verfahren beim Asylgerichtshof neu anhängig gemacht und gleichzeitig 14.056 Verfahren abgeschlossen. 878 Mal hat der Asylgerichtshof dabei von sich aus Asylwerbern den Flüchtlingsstatus zuerkannt und in 341 weiteren Fällen festgestellt, dass eine Abschiebung bzw. Zurückschiebung in den Herkunftsstaat unzulässig ist. Dazu kommen 595 Fälle, in denen der Asylgerichtshof einen Ausweisungsstopp ausgesprochen hat.

Über Beschwerden betreffend den Verlust des Asylstatus bzw. die Aberkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten hat der Asylgerichtshof 2010 in 81 Fällen entschieden. Davon wurde in fast drei Viertel der Fälle (60) die Entscheidung der Erstinstanz behoben.

Insgesamt hat der Asylgerichtshof dem Bericht zufolge bisher rund 35.000 Verfahren abgeschlossen und dabei in 68 Prozent die Entscheidung der Erstinstanz bestätigt und in 20 Prozent aufgehoben. 15.000 Verfahren waren mit Jahresende noch offen, davon rund 7.000 Altverfahren.