Eisenstadt , St. Andrä am Zicksee

Erstellt am 21. August 2017, 14:35

von Alexandra Gollubics-Prath

Grüne orten Skandal auf FPÖ-Liste. Laut Grünen soll auf der freiheitlichen Liste in St. Andrä ein im Vorjahr Verurteilter aufscheinen. Die FPÖ will von nichts gewusst haben und die Sachlage prüfen.

Regina Petrik   |  Wolfgang Millendorfer

Schwere Geschütze im Vorfeld der Gemeinderatswahlen fährt Grünen-Landessprecherin Regina Petrik im BVZ-Exklusivgespräch gegen die FPÖ auf: „Wir haben den Hinweis erhalten, dass in St. Andrä am Zicksee an dritter Stelle der freiheitlichen Ortsliste ein im Vorjahr rechtskräftig wegen Wiederbetätigung Verurteilter kandidieren soll.“

Mangelnde Distanzierung für Petrik befremdlich

Es soll sich dabei um einen 42-jährigen gebürtigen Kärntner handeln, der aus Frust im Zusammenhang mit der Bewilligung eines Imbissstands Hasspostings auf Facebook veröffentlichte. Der Angeklagte zeigte sich damals vor Gericht reumütig und fasste letztendlich eine Geldstrafe von 4.500 Euro aus.

Petrik findet es befremdlich, dass „sich die FPÖ nach wie vor nicht eindeutig vom rechten Rand distanziert“. Es stelle sich nämlich die Frage, ob „nicht zumindest die Zustellungsbevollmächtigte Karin Stampfel davon gewusst haben müsste“, so Petrik - als Landtagsabgeordnete müsste diese hier dann „einen klaren Strich ziehen.“

Stampfel weist die Vorwürfe der BVZ gegenüber entschieden zurück, „mir war „nichts Diesbezügliches bekannt.“  Er höre „zum ersten Mal davon“, beteuerte auch der freiheitliche Spitzenkandidat von St. Andrä, Bernhard Raunig. Als nächsten Schritt wolle man nun  „die Sachlage prüfen“, so Stampfel -  sollte „etwas Wahres“ an den Vorwürfen sein, werde man sich „natürlich davon distanzieren“ und der Kandidat werde „sich zurückziehen müssen“, so Stampfel.