Erstellt am 07. Januar 2014, 18:03

Außenminister Kurz auf Antrittsbesuch in Brüssel. EU-Außenbeauftragte Ashton baut bei ihren Bemühungen zur Annäherung zwischen Serbien und dem Kosovo auf die Unterstützung Österreichs.

Außenminister Kurz berichtete am Dienstag nach einem Gespräch mit Ashton in Brüssel, dass er in Absprache mit der EU-Chefdiplomatin bereits im Februar nach Serbien und in den Kosovo reisen wolle. Der neue Außenminister war auf Antrittsbesuch bei der EU in Brüssel.

Besuch als "Signal der Wertschätzung und Gesprächsbereitschaft"

"Ich habe vereinbart, dass eine meiner ersten größeren Reisen neben den bilateralen Antrittsbesuchen nach Serbien und Kosovo sein wird", sagte Kurz.

Der Besuch solle ein "Signal der Wertschätzung und Gesprächsbereitschaft" gegenüber Belgrad und Pristina sein, erläuterte der Minister. Ashton habe den Westbalkan-Schwerpunkt in der österreichischen Außenpolitik "sehr freudig zur Kenntnis genommen".

Vor seiner Visite in Belgrad und Pristina absolviert Kurz noch eine Reihe von Besuchen in der österreichischen Nachbarschaft, etwa in der Slowakei, Slowenien und Deutschland. Außerdem hat er sich vorgenommen, bis zu seinem ersten Auftritt beim EU-Außenministerrat in zwei Wochen mit allen 27 EU-Amtskollegen ein erstes Mal gesprochen zu haben, zumindest per Telefon.

EU-Außenbeauftragte beschrieb Treffen als "großartig"

Ashton, die das Treffen mit Kurz in einem Twitter-Eintrag am Dienstagnachmittag als großartig bezeichnete, gab dem österreichischen Außenminister auch einen Überblick zu anderen aktuellen internationalen Brennpunkten, wie Nahost, Iran oder Ukraine. Diplomatenangaben zufolge soll sich die EU-Außenbeauftragte dabei "resignierend" geäußert haben, was die Lage in der Ukraine betrifft.

Vor Ashton hatte Kurz am Dienstag EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle sowie die Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgieva, getroffen. Der Minister betonte, dass er Österreich als "aktiven Teilhaber" innerhalb der EU sehe und die Rolle Österreichs mit Aktivitäten in Nischenbereichen wie dem Westbalkan oder Menschenrechtsfragen stärken wolle.

Zudem wolle er als jüngster EU-Außenminister den Blickwinkel seiner Generation in die EU-Politik einbringen und Themen wie Transparenz und demokratische Teilhabe vorantreiben.