Erstellt am 29. November 2011, 13:34

Ausstieg aus PISA-Studie für Schmied undenkbar. "Sicher nicht infrage" kommt für Unterrichtsministerin Schmied ein Ausstieg Österreichs aus der PISA-Studie.

Expertenaussagen, wonach die internationale Bildungsvergleichsstudie als bildungspolitisches Instrument "tot" und eine weitere Teilnahme nicht sinnvoll sei, widerspricht Schmied anlässlich des 10-Jahres-Jubiläums der OECD-Studie vehement.

"Ich nehme die OECD sehr, sehr ernst und will die Zusammenarbeit weiter intensiv gestalten", so die Ministerin. "Die Studien sind für mich eine zentrale Grundlage, um Bildungspolitik faktenbasiert zu argumentieren und ein wesentlicher Faktor, um sie von ideologischen Fesselungen zu befreien."

Der "wertvolle Beitrag", den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seit Schmieds Amtsantritt als Unterrichtsministerin 2007 an der österreichischen Bildungspolitik leistet, gehe "weit über PISA hinaus". Mit einer ganzen Reihe von Studien wie etwa "Education at a glance" sowie Konferenzen, Diskussionen und Länderstudien habe die OECD es als Wirtschaftsorganisation geschafft, "dass Bildungspolitik international auch das Wirtschaftsthema geworden ist und wir Bildung heute nicht mehr nur als Schulpolitik definieren". Zeitgleich begrüßt sie es, dass "auch umgekehrt die OECD die Bewegung, die wir in Österreich im Bereich der Bildung setzen, wahrnimmt und auch immer wieder betont".

Seit ihrem ersten Erscheinen am 4. Dezember 2001 wird die Sinnhaftigkeit der PISA-Studie immer wieder angezweifelt. So hinterfragte Josef Lucyshyn, Direktor des für die Durchführung in Österreich zuständigen Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), am Dienstag im APA-Gespräch die weitere Teilnahme Österreichs an der OECD-Studie, wenn durch die Politik keine nachhaltigen Reformen folgen.