Erstellt am 22. Januar 2013, 10:30

Bachelor löst den Magister ab. An den Universitäten haben im vergangenen Studienjahr erstmals mehr Personen ein Bachelorstudium abgeschlossen als ein Diplomstudium.

Laut einer Statistik des Wissenschaftsministeriums gab es 2011/12 13.677 Bachelor-Absolventen und 13.532 Absolventen eines Diplomstudiums. Wie jedes Studienjahr wurde auch im Vorjahr mit 34.342 Abschlüssen ein neuer Gesamt-Absolventenrekord verzeichnet.

Seit dem Studienjahr 2005/06 ist die Zahl der Studienabschlüsse von 21.930 auf 34.342 angewachsen - das entspricht einem Plus von fast 60 Prozent. Dabei zeigt sich, dass der Bachelor bisher die Diplomstudien noch nicht ersetzt hat: Vielmehr ist die Zahl der Diplomabschlüsse in diesem Zeitraum nur wenig zurückgegangen (von 15.578 auf 13.532), die Zahl der Bachelor-Abschlüsse aber explodiert (von 3.069 auf 13.677). Nur leichte Zuwächse gibt es seit 2005/06 bei den Doktoraten (von 2.160 auf 2.339 Abschlüsse), ein starkes Plus verzeichnen die Masterstudien (von 1.123 auf 4.794 Abschlüsse).

Das neue dreigliedrige Studiensystem sieht die Abschlüsse Bachelor, Master und PhD (Doktorat) vor und ersetzt nach und nach die zweigliedrigen Diplomstudien mit den Abschlüssen Magister (bzw. Diplom-Ingenieur) und Doktor. Derzeit werden im wissenschaftlichen Bereich praktisch nur noch die Lehramtsstudien sowie Jus, Medizin, Veterinärmedizin, Theologie und Pharmazie als Diplomstudien geführt, wobei es sowohl für die Lehrämter als auch die Pharmazie bereits konkrete Umstellungspläne auf das dreigliedrige System gibt.