Erstellt am 12. Juli 2016, 13:50

Auch Bankomaten im Burgenland betroffen. Konsumtenschutzlandesrätin Verena Dunst spricht sich angesichts der unlängst vom Bankomatbetreiber „Euronet“ eingeführten Transaktionsgebühr erneut für ein gesetzliches Verbot von Bankomatgebühren aus.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

„Es kann nicht sein, dass unsere Konsumentinnen und Konsumenten, die bereits jetzt erhebliche Beträge für die Kontoführung und die Ausstellung von Bankomatkarten bezahlen, ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden“, so Landesrätin Verena Dunst.

In der vergangenen Woche hat der US-amerikanische Anbieter Euronet, der in Österreich rund 70 Bankomaten betreibt, eine Gebühr in der Höhe von EUR 1,95 pro Transaktion für alle seine Geräte eingeführt. Euronet betreibt im Burgenland nach eigenen Angaben zwei Bankomaten in Eisenstadt und Neusiedl am See.

„Auch wenn Euronet nur einen kleinen Marktanteil aufweist, darf dieser Vorgang keinesfalls Schule machen. Besonders bedenklich finde ich es, dass die Kundinnen und Kunden nur im ‚Kleingedruckten‘ auf eine Transaktionsgebühr hingewiesen werden“, meint Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst.

Bankomatnetz im Burgenland

Der Großteil des Bankomatnetzes in Österreich wird von Payment Service Austria (PSA) betrieben. Diese Gesellschaft steht im Eigentum der österreichischen Banken. Die Betreiberbanken verrechnen einander für Transaktionen sehr kleine Centbeträge. Im Burgenland existieren derzeit 233 Bankomaten im Netz von PSA.

Neben diesem Bankomatnetz gibt es auch noch Drittanbieter wie Euronet, die jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Gebühren, die pro Transaktion anfallen trug bis jetzt die Hausbank.

„Die Banken können nicht zuerst Filialen aus Kostengründen schließen, Kundinnen und Kunden an Automaten verweisen und anschließend Gebühren dafür verlangen“, meint Landesrätin Verena Dunst.

Notfalls Verbot per Gesetz

„Wenn sich die Banken nicht einsichtig zeigen, ist es im Interesse unserer Konsumentinnen und Konsumenten notwendig, ein Verbot von Transaktiongebühren jeglicher Art gesetzlich zu verankern. Daher unterstütze ich als Konsumentenschutzlandesrätin vollinhaltlich die Forderung von Bundesminister Alois Stöger die Bankomatgebühr gesetzlich zu verbieten“, so Landesrätin Verena Dunst.

Die Bankomatgebühr wird auch Thema beim Ende dieser Woche stattfindenden Arbeitsgespräch zwischen Bundesminister Alois Stöger und Landesrätin Verena Dunst sein