Erstellt am 14. Dezember 2010, 10:12

Bauarbeiten können laut Darabos beginnen. Etwas mehr als ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich, der Ende Oktober 2009 begangen wurde, kann der Ausbau der Montecuccoli-Kaserne in Güssing nun tatsächlich beginnen.

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Der Einspruch eines Mitbieters gegen die Ausschreibung der Baumeisterarbeiten für das 40 Mio. Euro-Projekt sei abgelehnt worden, teilte Verteidigungsminister Norbert Darabos am Montag in einer Aussendung mit. Damit sei der Weg für den Baubeginn frei. "Mit heutigem Tag steht dem Ausbau der Kaserne Güssing zu einer Vorzeigekaserne des Österreichischen Bundesheeres nichts mehr im Wege", so Darabos.

"Trotz notwendiger Sparmaßnahmen setzten wir gezielt Schwerpunkte im Bereich der Infrastruktur und sorgen dafür, dass unsere Soldaten über moderne Unterkünfte verfügen", erklärte der Ressortchef. Er habe bereits im April die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und das Bundesvergabeamt aufgefordert, unbürokratisch und rasch zu handeln, um die Verzögerung so kurz wie möglich zu halten. Im Südburgenland soll in den kommenden Jahren nach den Plänen des Verteidigungsministeriums eine "Kaserne der Zukunft" entstehen und zur Arbeitsstätte für über 700 Bundesheer-Angehörige werden.

Als "Durchbruch im Sinne des Burgenlandes" bezeichnete SP-Klubobmann Christian Illedits die Entscheidung. Damit erhalte die Baubranche einen wichtigen Investitionsschub, der auch den Arbeitsmarkt zusätzlich beleben werde. Die Volkspartei hingegen habe "zu diesem positiven Ausgang keinen Beitrag geleistet", meinte Illedits. Die ÖVP hat in den vergangenen Monaten mehrfach einen raschen Baubeginn gefordert. VP-Klubobmann Rudolf Strommer sprach Ende April dieses Jahres unter anderem von einem "Spatenstich für eine Luftburg".