Erstellt am 10. März 2013, 18:39

Bauernbund: "Bestes Ergebnis". Mit 73,67 Prozent der Stimmen hat am Sonntag der ÖVP-Bauernbund die Landwirtschaftskammerwahl im Burgenland für sich entschieden.

Mit einem Plus von 2,25 Prozentpunkten habe man das "beste Ergebnis bisher" erzielt, so Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger. In der Vollversammlung bedeutet das für die ÖVP somit vorläufig keine Mandatsveränderung: Der Bauernbund hält seine 24 der insgesamt 32 Mandate. Die SPÖ-Bauern kommen mit 26,33 Prozent der Stimmen (plus 1,02 Prozentpunkte) auf acht Mandate. Das endgültige Wahlergebnis wird voraussichtlich Montagabend nach der Auszählung der 1.366 beantragten Wahlkarten feststehen.

"Es ist sensationell und zeigt, dass die Bauern unseren geradlinigen und ehrlichen Weg und sehr wohl auch die Geschlossenheit, Einigkeit und Zusammenarbeit wünschen", so der Präsident, der bereits zum fünften Mal als Spitzenkandidat angetreten ist. Hautzinger wird in den kommenden Jahren weiterhin Präsident sein, erklärte er: "Mit dem Vertrauen ausgestattet beflügelt mich das und das bin ich der Bauernschaft und den Wählern schuldig."

Einziger Gegner waren die SPÖ-Bauern. Für sie ging Landesobmann Stefan Hauser an der Spitze ins Rennen. Auch die SPÖ freute sich am Sonntag über das "beste SPÖ-Wahlergebnis aller Bundesländer bei Landwirtschaftskammerwahlen", so Landeshauptmann Hans Niessl (S) in einer Aussendung. Spitzenkandidat Hauser zeigte sich optimistisch, dass die Wahlkarten noch für ein zusätzliches SPÖ-Mandat sorgen.

Insgesamt waren laut Landwirtschaftskammer 63.943 Personen wahlberechtigt. Bei der Landwirtschaftskammerwahl im Frühjahr 2008 hatte der Bauernbund 71,83 Prozent der Stimmen erreicht. Die SPÖ-Bauern erhielten 24,97 Prozent. Die Freiheitlichen Bauern verpassten mit 3,19 Prozent wie schon 2003 den Einzug in das Kammerparlament und traten bei der Wahl am Sonntag nicht an.