Erstellt am 17. Januar 2014, 03:04

Beamte erzielen Doppelabschluss für 2014 und 2015. Die Beamten haben bei ihren Gehaltsverhandlungen einen Doppelabschluss für heuer und das nächste Jahr erzielt.

Ab März 2014 werden die Gehälter sozial gestaffelt im Schnitt um 1,88 Prozent angehoben, wobei die niedrigsten Einkommen um 2,5 Prozent erhöht werden, die höchsten um 1,5 Prozent. Ab März 2015 bis Ende 2015 steigen die Gehälter dann um 0,1 Prozent über der Inflationsrate.

Regierung bleibt laut Finanz-Staatssekretär im Plan

Darauf haben sich Regierung und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst in der sechsten, rund achteinhalb Stunden dauernden Marthon-Verhandlungsrunde in der Nacht auf Freitag geeinigt. Die Kosten bezifferte Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) mit rund 190 Millionen Euro für heuer.

Für 2015 stehen sie noch nicht fest, weil sie von der Inflation abhängen. Finanz-Staatssekretär Jochen Danninger (ÖVP) betonte, dass die Regierung mit dem Budget damit im Plan bleibe.

Im Budgetplan waren ursprünglich 180 Millionen Euro für die Beamtengehälter eingestellt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, meinte, dass man damit das ursprünglich vorgesehene Volumen fast verdoppelt habe.

GÖD-Chef Neugebauer sprach von "ordentlicher Perspektive"

Mit der erzielten Einigung für zwei Jahre bei den Beamtengehaltsverhandlungen haben sich in der Nacht auf Freitag sowohl Regierung als auch Gewerkschaft zufrieden gezeigt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Christian Meidlinger, verwies darauf, dass heuer vor allem die Kleinverdiener über der Inflation von 2,3 Prozent liegen.

GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer betonte, dass es ab März 2015 dann den "vollen Teuerungsausgleich mit einer kleinen Zuwaage" gebe. Damit habe man eine "ordentliche Perspektive", meinte Neugebauer, der von einem "ordentlichen Abschluss" sprach. Die Großkundgebung vor Weihnachten mit rund 40.000 Demonstranten auf dem Ballhausplatz hat seiner Meinung nach dazu beigetragen.

Von dem Abschluss profitieren direkt rund 200.000 öffentlich Bedienstete des Bundes und Landeslehrer. Für die rund 260.000 Bediensteten der Länder und Gemeinden dient der Abschluss als Richtschnur.