Erstellt am 11. Dezember 2013, 11:54

Beamte wollen am Ballhausplatz demonstrieren. Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) hat angesichts der stockenden Beamten-Gehaltsverhandlungen eine Demonstration für 18. Dezember am Ballhausplatz in Wien beschlossen.

Das teilte GdG-Vorsitzender Christian Meidlinger nach einer Präsidiumssitzung mit. Die Demonstration soll stattfinden, wenn auch die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) einen entsprechenden Beschluss fasst.

LH-Konferenz-Vorsitzender Häupl will Ergebnis am Verhandlungstisch

Die GÖD-Gremien tagen derzeit noch. Meidlinger betonte allerdings, dass die Kampfmaßnahmen vorerst noch nicht in Stein gemeißelt sind. Die beiden Gewerkschaften fordern jetzt Verhandlungen mit der Regierungsspitze. "Wir stehen rund um die Uhr für konstruktive Verhandlungen zur Verfügung." Die Regierung habe es damit in der Hand, die Demonstration auch noch abzuwenden.

Meidlinger hat auch bereits den Wiener Bürgermeister Häupl (SPÖ) als derzeitigen Vorsitzenden der Landeshauptleutekonferenz informiert. Nach Angaben des GdG-Vorsitzenden hat Häupl mit der Situation keine Freude und wünscht sich ein Ergebnis am Verhandlungstisch. Am Donnerstag will er auch noch mit Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll (ÖVP) sprechen.

Angebot der Regierung liegt "weit unter den Erwartungen"

Über die Details der geplanten Demonstration am 18. Dezember konnte Meidlinger noch nichts berichten. Diese soll nun von den beiden Gewerkschaften gemeinsam organisiert werden, wenn auch die GÖD einen entsprechenden Beschluss fasst.

Meidlinger verwies darauf, dass der Unmut unter den Kollegen über das Angebot der Regierung groß sei. Die angebotenen ein Prozent plus ein halbes Prozent in Form einer Einmalzahlung lägen "weit unter den Erwartungen" der Kollegen.

Die Gewerkschaft fordert zumindest die Abgeltung der Inflation von 2,3 Prozent. Beamten-Ministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) hatte nach der vierten Verhandlungsrunde am Dienstagabend erklärt, sie sehe über das Regierungsangebot von 181 Millionen Euro hinaus keinen Spielraum mehr.