Erstellt am 16. Januar 2014, 09:29

Beamten-Gehaltsverhandlungen gehen weiter. Die Beamten-Gehaltsverhandlungen gehen Donnerstagabend in die sechste Runde. Die Gewerkschaft sieht sich dabei neuen Gesprächspartnern gegenüber.

Für die neue Regierung verhandeln Kanzleramtsminister Ostermayer, der von der jetzigen Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek die Agenden übernommen hat, und Finanzstaatssekretär Danninger.

Für den Fall, dass sich bereits Donnerstagabend eine Einigung abzeichnen sollte, könnten theoretisch auch Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger noch kurzfristig zu den Gesprächen hinzugezogen werden.

Gestaffelte Anhebung der Bezüge für 2014 möglich

Nach dem Scheitern der Verhandlungen und einer anschließenden Großdemonstration mit rund 40.000 Teilnehmern auf dem Ballhausplatz vor Weihnachten setzte Ostermayer nach seinem Amtsantritt zunächst auf stille Diplomatie. In Gesprächen im kleinen Kreis hat er mit GÖD-Vorsitzendem Neugebauer unter Ausschluss der Öffentlichkeit dem Vernehmen nach eine Annäherung erzielt.

Demnach könnte es zu einer gestaffelten Anhebung der Bezüge für 2014 kommen. Zuletzt hatte die Regierung ihr ursprüngliches Angebot von einem Prozent plus 0,5 Prozent als Einmalzahlung auf bis zu 1,7 Prozent aufgebessert, die Gewerkschaft beharrte jedoch auf einer Abgeltung der Inflation von 2,3 Prozent.

Vor der Verhandlungsrunde hat die GÖD bereits den Druck erhöht und ihre Bundeskonferenz für nächsten Dienstag einberufen. Das ist jenes Gremium, das einem etwaigen Gehaltsabschluss zuzustimmen hätte. Sollte bis nächsten Dienstag allerdings noch keine Einigung mit der Regierung vorliegen, wäre auch ein Beschluss über weitere Protestmaßnahmen möglich.