Erstellt am 10. Dezember 2013, 21:30

Beamten-Gehaltsverhandlungen ohne Annäherung. Die Gehaltsverhandlungen für die Beamten spitzen sich zu. Auch die vierte Runde hat Dienstagabend keine Annäherung gebracht.

Beamtenministerin Heinisch-Hosek bot für die Regierung ein Prozent nachhaltig plus ein halbes Prozent als Einmalzahlung. Sowohl die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst als auch jene der Gemeindebediensteten beruft nun für Mittwoch ihre Gremien ein.

Neugebauer: Trotz OECD-Bestnoten keine Gehaltserhöhung durch Regierung

Für GÖD-Vorsitzenden Fritz Neugebauer entspricht das "nicht im Mindesten der Erwartungshaltung der Kollegenschaft". Von der OECD erhalte Österreich Bestnoten, die Regierung sei aber nicht bereit, eine kaufkraftstärkende Erhöhung der Bezüge anzubieten. Neugebauer fordert nun rasch einen Termin mit Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger.

Sowohl die GÖD als auch die GdG haben nun für Mittwoch ihre Vorstände einberufen, um über mögliche Kampfmaßnahmen zu beraten. Der GÖD-Bundesvorstand hat ja bereits einen entsprechenden Vorratsbeschluss gefasst, die GdG noch nicht.

Vorsitzender der Gemeindebediensteten: Stimmung sei "sehr schlecht"

Neugebauer erklärte, Kampfmaßnahmen wären ein Mittel, um das hohe Maß an Ernsthaftigkeit deutlich zu machen. Ob es noch vor der nächsten Verhandlungsrunde zu Kampfmaßnahmen kommen könnte, "wird sich zeigen". GdG-Vorsitzender Christian Meidlinger ergänzte, dass die Stimmung unter den Kollegen "ganz schlecht" sei. Zusätzlich will er nun auch die Landeshauptleute informieren.

Heinisch-Hosek erklärte, sie hoffe nicht, dass es tatsächlich zu Kampfmaßnahmen kommen werde. Sie verwies darauf, dass fast 500.000 Menschen im öffentlichen Dienst arbeiten und einen sicheren Arbeitsplatz haben. Auf der anderen Seite gebe es mehr als 300.000 Arbeitslose. Deshalb fände sie Kampfmaßnahmen "nicht angebracht".