Erstellt am 16. Dezember 2013, 05:50

Beamtengehaltsrunde endete ergebnislos. Nach einer rund acht Stunden langen Sitzung sind die Beamtengehaltsverhandlungen in der Nacht auf Montag erneut ergebnislos geblieben.

Die Regierung hätte nach den Angaben von Bundeskanzler Faymann bis zu 1,7 Prozent Gehaltserhöhung geboten, Beamtengewerkschaftschef Neugebauer pocht weiter auf einen Ausgleich der Teuerung von 2,3 Prozent.

"Wir haben uns bemüht, sehr weit zu gehen", sagte Faymann nach der Sitzung. Die Regierung habe ihr Angebot "weiter aufgebessert", doch "es hat nicht gereicht". Man werde nun einen neuen Termin suchen. Vizekanzler Spindelegger bedauerte, dass man "leider keinen Abschluss" zusammengebracht habe.

Aber man habe sich vor zwei Jahren auf ein Prozent plus 0,5 Prozent Einmalzahlung verständigt, und er könne nicht nachvollziehen, "warum das jetzt auf einmal nicht mehr gilt", vor allem angesichts der budgetären Herausforderungen für die kommenden Jahre.

Dass nun ein Beschluss am kommenden Dienstag im Nationalrat und ein In-Kraft-Treten der Gehaltserhöhung mit 1. Jänner 2014 äußerst unwahrscheinlich wird, kommentierte der Bundeskanzler gelassen: Man habe die Anpassung auch in früheren Jahren schon mit Februar oder März wirksam werden lassen.

GÖD-Chef Neugebauer betonte einmal mehr, es gehe darum, den Beamten die "Kaufkraft zu erhalten", zumal "rundherum" Kollektivverträge über zwei Prozent abgeschlossen würden. "Ich weiß schon, der Bundeskanzler muss auf die Finanzen schauen", so Neugebauer. Aber die öffentlichen Bediensteten seien keine "Rücklage", auf die man aus Budgetnöten zugreifen könne. Die 1,7 Prozent - Neugebauer sprach von einem Regierungsangebot in der Höhe von 1,6 Prozent - seien weit von der Inflationsrate (2,33 Prozent) entfernt.

Abschließend versicherte Neugebauer die Bereitschaft der Gewerkschaft zu weiteren Verhandlungen, man stehe "Tag und Nacht zur Verfügung" - aber "der Mittwoch ist gut vorbereitet", meinte der GÖD-Vorsitzende in Hinblick auf die geplante Demo der Beamtengewerkschaft.