Erstellt am 26. Januar 2015, 12:49

Beschäftigungsinitiative für ältere Menschen geplant. Im Burgenland ist im Vorjahr der Anteil der Über-50-Jährigen ohne Job um 6,2 Prozent gestiegen. Ergänzend zum Programm "50+" des Sozialministeriums will Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) eine Initiative starten.

Franz Steindl  |  NOEN, BVZ
In den Gemeinden könnten so bis zu 100 auf sieben Monate befristete Arbeitsplätze entstehen, erklärte Steindl am Montag in Eisenstadt. Im Rahmen des von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) im Vorjahr gestarteten Programms "50+" fördert das AMS die Einstellung von Arbeitnehmern über 50 Jahren, die länger als sechs Monate arbeitslos waren. Für den Zeitraum von sechs Monaten werden 66 Prozent der Lohnkosten übernommen, erläuterte AMS Burgenland-Geschäftsführerin Helene Sengstbratl.

Bei Kommunen, die nach diesem Modell einen Mitarbeiter beschäftigen, sollen die restlichen 34 Prozent der Lohnkosten durch die Initiative "100 für 100" übernommen werden. Die Finanzierung könne aus Mitteln des Fonds für Arbeit und Wirtschaft (FAWI) erfolgen, so Steindl.

Beschluss durch die Landesregierung notwendig

Dabei gehe es um einen Gesamtbetrag von bis zu 400.000 Euro. Die Auflage für die jeweilige Gemeinde sei, dass sie den Arbeitnehmer um einen Monat länger - somit insgesamt sieben Monate - in Beschäftigung hält. "Die Absicht steht dahinter, dass es ein voller Arbeitsplatz wird," erklärte der Landeshauptmannstellvertreter.

Das AMS Burgenland investiere jährlich 3,5 Mio. Euro in das Programm "50+", etwa in Lohnkostenzuschüsse und in die Aufstockung von Arbeitsplätzen für diese Zielgruppe. 2014 seien im Burgenland 870 Personen in das Programm aufgenommen worden, berichtete die AMS-Landesgeschäftsführerin.

Voraussetzung, um die Initiative "100 für 100" zu starten, sei der Beschluss durch die Landesregierung, so Steindl. Er habe den Regierungsakt bereits eingebracht.