Erstellt am 11. Mai 2016, 13:36

von APA Red

BEGAS-Affäre: Vorerst 24 Verhandlungstermine angesetzt. Die BEGAS-Affäre wird ab Juni im Landesgericht Eisenstadt neu aufgerollt. Das Gericht hat am Mittwoch den Verhandlungsplan bekanntgegeben: Dieser sieht vorläufig 24 Prozesstage vor. Der Auftakt erfolgt am 6. Juni, der letzte Termin ist für den 22. September vorgesehen.

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Der Prozess findet ohne Ex-BEGAS-Chef Rudolf Simandl statt. Er ist laut einem Gutachten nicht verhandlungsfähig. Simandl wird ebenso wie zwei weiteren Exc-BEGAS-Angestellten Untreue, gewerbsmäßiger schwerer Betrug sowie Veruntreuung und Geschenkannahme vorgeworfen.

Prozess vor Schöffensenat

Vor Gericht verantworten müssen sich weiters Ex-BEGAS-Vorstand Reinhard Schweifer und zwei weitere frühere Mitarbeiter der BEGAS wegen Untreue und Beitragstäterschaft. Einem weiteren Mitangeklagten wird Falschaussage vorgeworfen.
 
Der Prozess findet vor einem Schöffensenat statt, der von Richterin Karin Knöchl geleitet wird. Dem Senat gehört als Beisitzerin auch Richterin Birgit Falb an. Am Prozessplan stehen im Juni neun Verhandlungstage, gefolgt von drei Tagen im Juli. Im August wird an fünf Tagen verhandelt, sieben Prozesstage sind im September anberaumt.
 
Nach den 24 Verhandlungstagen sollte der Prozess zu Ende sein, bestätigte Bernhard Kolonovits, Vizepräsident des Landesgerichts Eisenstadt, gegenüber der APA die vorläufige Planung. Der Akt, mit dem sich die Prozessparteien auseinandersetzen müssen, ist jedenfalls umfangreich: Er umfasst 63 Bände, jeder davon mit zumindest 500 Seiten. Der im Zuge der BEGAS-Affäre entstandene Schaden wird mit mehr als 4 Mio. Euro beziffert. Der Tatzeitraum erstreckt sich von 1997 bis 2012.