Erstellt am 19. Oktober 2011, 11:58

Behinderte von Planstellen-Kürzungen ausgenommen. Beamtenministerin Heinisch-Hosek startet eine Offensive, um verstärkt Menschen mit Behinderung eine berufliche Perspektive im öffentlichen Dienst zu bieten. Ab 1. Jänner 2012 werden Menschen ab einem Behinderungsgrad von 70 Prozent (z.B. Rollstuhlfahrer) aus den Planstelleneinsparungen ausgenommen.

Menschen mit Behinderung ab 70 Prozent werden davon ebenso ausgenommen sein wie die Bereiche Sicherheit und Justiz. "Wir wollen Menschen mit Behinderungen eine berufliche Perspektive bieten. Unsere Devise lautet daher: Einsparen ja, aber nicht überall. Und sicher nicht auf Kosten behinderter Menschen", erklärte Heinisch-Hosek.

Die Beamtenministerin verweist auch darauf, dass sich der Bund als größter Arbeitgeber seiner besonderen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst sei und sich als "Vorbild für die Privatwirtschaft" verstehe. "Denn dort haben es behinderte Menschen oft sehr schwer, einen Job zu bekommen. Ich erwarte mir, dass sich viele Unternehmen ein Vorbild am Bund nehmen."

Derzeit sind im öffentlichen Dienst 1.368 Menschen mit einer Behinderung ab 70 Prozent oder rund 0,9 Prozent der gesamten Belegschaft beschäftigt. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren konstant geblieben.