Erstellt am 01. Juni 2015, 12:48

Bei NEOS "wächst die Entschlossenheit" trotz Debakel. Die NEOS zeigen sich nach den Debakeln bei den Landtagswahlen in der Steiermark und im Burgenland trotzig.

 |  NOEN, APA
"An solchen Tagen wächst die Entschlossenheit", reagierte Parteigründer Matthias Strolz am Montag bei einer Pressekonferenz auf den verpassten Einzug in beide Landtage. Bei anstehenden Vorstandssitzungen werde man "schnelle Konsequenzen" für die kommenden Wahlen ziehen. Welche, blieb unklar.

Bereits am Montag traf sich die Parteispitze der NEOS, um das Scheitern in der Steiermark und im Burgenland zu analysieren. Das vorläufige Ergebnis sind Durchhalteparolen: "Das ist ein Langzeitprojekt", so Strolz. Auch Unternehmen brauchten fünf bis zehn Jahre, bis sie im Markt stehen. Parteien seien noch komplexere Gebilde.

"Der Niki Lauda hat auch
den einen oder anderen Unfall gehabt"
Matthias Strolz

Wie sich die NEOS konkret neu aufstellen wollen, soll erst bei weiteren anberaumten Sitzungen des erweiterten Vorstandes besprochen werden. Zumindest gilt es laut Strolz durchzuhalten, denn: "Der Niki Lauda hat auch den einen oder anderen Unfall gehabt."

Die NEOS hoffen für den kommenden Landtagswahlen in Wien und Oberösterreich auch auf den angeblich größeren Bekanntheitsgrad der dortigen Spitzenkandidaten, Beate Meinl-Reisinger und Judith Raab. "Wenn deine Personen nicht bekannt sind, können die Menschen auch die Haltung nicht spüren", meint Strolz. Die Haltung selbst: Eine reformfreudige Alternative zur SPÖ-ÖVP-Koalition im Bund, allerdings weltoffenere als die FPÖ. "Diesen Terror der Mittelmäßigkeit müssen wir brechen", lautet der neue Slogan des Parteichefs.

Auch NEOS-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry relativierte das Ergebnis. "Wir haben von vornherein gewusst, dass es nicht so einfach sein wird", kommentierte er den verpassten Einzug in zwei Landtage. Die Grünen hätten es im Burgenland erst beim vierten, in der Steiermark beim dritten geschafft. Dies ändere aber natürlich nichts am Ergebnis des vergangenen Wahlsonntags, gab Thierry zu. "Wir wollen maximal zwei Anläufe", lautet nun das aktualisierte Ziel für die beiden Bundesländer.

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