Erstellt am 03. Mai 2012, 13:35

Beratungsgremium arbeitet an Hochschulplan. Mit der Hochschulkonferenz hat am Donnerstag jenes neunköpfige Gremium die Arbeit aufgenommen, das die Regierung beim lange angekündigten Hochschulplan beraten soll.

Die Empfehlungen sollen laut Wissenschaftsminister Töchterle dabei aber nur "normierenden und koordinierenden Charakter". Er betonte allerdings: "Wo es Einigkeit gibt, wird es für mich eine bindende Empfehlung sein."

Einstimmigkeit werde allerdings nicht immer erzielbar sein. Auch die Zusammensetzung der neunköpfigen Kerngruppe ist umstritten, wie Töchterle einräumte. Das Ergebnis des "Kompromisses": In der Gruppe sitzen Töchterle und Generalsekretär Faulhammer für das Wissenschaftsministerium, Heinrich Schmidinger und Gerald Bast für die Universitätenkonferenz (uniko), Helmut Holzinger und Fritz Schmöllebeck für die Fachhochschulkonferenz (FHK), Helmut Fuchs als Sprecher der Senate, die Deutsche Margret Wintermantel für den Wissenschaftsrat und Janine Wulz (Grüne und Alternative StudentInnen, GRAS) für die ÖH. Töchterle selbst verzichtet indes auf sein Stimmrecht, er könne sich ja schlecht selbst beraten.

Neben der Kerngruppe, die themenbezogene Arbeitsgruppen einrichten kann, gibt es auch eine "Kerngruppe Region", bei der im Anlassfall die Länder eingebunden werden können. Außerdem kann die "wissenschaftsbezogene Öffentlichkeit" Stellungnahmen abgeben.

Töchterle betonte, dass die Hochschulkonferenz nun "möglichst schnell zu Sachthemen kommen" müsse und nannte Abstimmungsbedarf u.a. beim Studienangebot, der neuen Lehrerausbildung und die Vorbereitung auf das geplante neue EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020". Bei einem anderen Teil des Hochschulplans, dem Bauleitplan, bei dem die Unis ihre Bau- und Renovierungsvorhaben abstimmen, sei man schon recht weit. Anders bei der Studienplatzfinanzierung, für die es bereits seit Ende vergangenen Jahres ein "sehr ausgereiftes Modell" gebe, so Töchterle.