Erstellt am 19. Januar 2012, 12:05

Berlakovich präsentiert Ressourcen-Aktionsplan. Landwirtschafts- und Umweltminister Berlakovich hat am Donnerstag den Ressourceneffizienz-Aktionsplan präsentiert.

Damit sei Österreich das erste EU-Land, das den "EU-Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa" umsetzt, so der Minister vor Journalisten. Ziel sei es, "mit weniger mehr zu erreichen", um die Ressourceneffizienz bis 2020 um mindestens 50 Prozent im Vergleich zu 2008 zu steigern.

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 meldete umgehend Zweifel an, dass dies auch gelingen könne, wenn der Plan keine Sanktionsmöglichkeiten vorsieht. Die Schwerpunkte des Ressourceneffizienz-Aktionsplans sind laut Minister vier Bereiche: Produktion, öffentliche Beschaffung, Abfallwirtschaft und Bewusstseinsbildung.

An der Verfeuerung von pflanzlichen Rohstoffen in Fahrzeugmotoren und der Einführung des umstrittenen Treibstoffes E10 hält Berlakovich weiter fest, da dies eine Möglichkeit sei, die Klimabilanz im Verkehr zu verbessern. E10 ist ein Benzin-Treibstoff mit zehn Prozent Ethanolbeimischung, das in erster Linie aus Mais und Zuckerrüben bzw. Zuckerrohr stammt. In Deutschland hat die Einführung zu einem Boykott der Autofahrer geführt, in Österreich läuft eine Unterschriftenaktion des ARBÖ gegen den Ackertreibstoff.

In der nach einer PwC-Studie aufgeflammten Diskussion über die rückläufige Quote bei Mehrwegflaschen verwies Berlakovich einmal mehr auf die Sozialpartnerschaft. Ziel sei es, die derzeitige Quote zu stabilisieren - was den Grünen viel zu wenig ist. Sie verweisen darauf, dass es bei Mineralwasserflaschen in der Vergangenheit bereits eine Rücklaufquote von 90 Prozent gab, mittlerweile liege sie bei 16 Prozent.