Erstellt am 20. April 2011, 07:07

Berlakovich sitzt fest im Ministeriums-Sattel. Neo-Parteichef Michael Spindelegger baut auch in seinem Team auf den Mittelburgenländer.

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VON BETTINA EDER
So schnell, wie der überraschende Rücktritt von Vizekanzler Josef Pröll war, so wild waren auch die direkt folgenden Spekulationen rund um die Neu- beziehungsweise Umbesetzung der Ministerposten. Pröll hatte aus gesundheitlichen Gründen alle politischen Funktionen abgegeben.
Sein designierter Nachfolger Michael Spindelegger hatte sich das Pouvoir vom Bundesparteivorstand geholt, seine Regierungsmannschaft nach eigenem Ermessen umzumodeln.

Fekter wird Finanzministerin
Ziemlich fix dürfte neben dem Abgang von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und der neuen Rolle der Maria Fekter – sie wird vom Innen- ins Finanzministerium wechseln – auch der Verbleib vom ÖVP-Burgenland-Export Nikolaus Berlakovich sein. Der Mittelburgenländer, der im Dezember 2008 das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft übernommen hatte, galt für manche als Wackelkandidat.
Doch wie bereits einige Tage vor Spindeleggers Teampräsentation – diese soll voraussichtlich heute, Mittwoch, über die Bühne gehen – aus dem direkten Umfeld von Berlakovich zu hören ist, wird der Burgenländer seinen Ministersessel nicht – wie kolportiert zugunsten von Prölls Generalsekretär Fritz Kaltenegger – räumen müssen. Kaltenegger verkündete am Montag seinen Rückzug aus der Politik.