Erstellt am 05. Juli 2014, 17:00

von APA/Red

Neuer Burgenland-ÖAAB-Obmann. Der Jennersdorfer wurde mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt, nachdem Klikovits mit dem Rücktritt und Wunsch nach innerparteilich nachhaltigen Diskussionen im Jänner für Aufsehen sorgte.

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Der Südburgenländer folgt damit dem Oberpullendorfer Bürgermeister Rudolf Geißler, der im Jänner zum geschäftsführenden Obmann gewählt wurde, nachdem Obmann Oswald Klikovits zurückgetreten war.

Klikovits hatte im Jänner mit seinem Rücktritt für Aufsehen und Wirbel innerhalb der ÖVP gesorgt: Der burgenländische Ex-ÖVP-Abgeordnete hat damals bei einer Pressekonferenz gesagt, er wünsche sich innerparteilich "eine nachhaltige Diskussion", auch über die Position des Landesparteichefs. "Wenn der Nachfolger von (ÖVP-Landesparteiobmann, Anm.) Steindl Franz Steindl heißt, dann ist das mir auch Recht", sagte Klikovits.

Steindl zeigt sich optimistisch

Daraufhin erklärte Steindl, dass er sich einer Urabstimmung der Parteibasis über seine Kandidatur bei der Landtagswahl 2015 stellen werde. Am 27. April fand diese parteiinterne Urabstimmung schließlich statt: Steindl erhielt 87,06 Prozent, für seinen Herausforderer, den Hotelier Jürgen Rohrer, votierten 12,94 Prozent. Von 27.216 wahlberechtigten ÖVP-Mitgliedern gaben 15.672 (57,58 Prozent) die Stimme ab.

Zu Wahl von Hirczy meinte Steindl am Samstag in einer Aussendung: "Ich bin überzeugt davon, dass Bernhard Hirczy diese Funktion verantwortungsvoll und mit viel Elan ausüben wird, neue Wege in der Mitgliederbetreuung geht und den ÖAAB-Burgenland auf Erfolgskurs bringt." Hirczy habe sein politisches Talent und Gespür schon früh unter Beweis gestellt", sagte der Landesparteiobmann. Hirczy war bis 2011 JVP-Landesobmann-Stellvertreter und von 2003 bis 2008 JVP-Bezirksobmann im Bezirk Jennersdorf.

Hirczy: "Ältere Arbeitnehmer und Jugend sind Schwerpunkte"

Der ÖAAB Burgenland hat sich inhaltlich und personell neu aufgestellt. "Wir wollen unseren Mitgliedern sagen, wofür der ÖAAB steht und warum neue Mitglieder unserem ÖAAB beitreten sollen", so Bernhard Hirczy, dem zwei Bereiche sehr wichtig sind: ältere Arbeitnehmer und Junge.

"Unser Pensionssystem muss wieder leistungsfreundlicher werden. Wir arbeiten an einem Konzept, wo es möglich ist, im vernünftigen Rahmen, Pensions- und Arbeitszeit zu kombinieren. Und: Motivieren wir unsere Kinder wieder dazu, dass das Handwerk goldenen Boden hat. Bieten wir den Lehrlingen dieselben Möglichkeiten wie unseren Studenten: Lehrlings-Austausch und Talente-Stipendium."
 
Gerade wenn die SPÖ in der Bundesregierung auf der Bremse steht, braucht es von der ÖVP klare Ansagen, so der neu gewählte ÖAAB-Landesobmann: "Vor uns liegen Herausforderungen, für die wir Antworten und Lösungen benötigen. Es kommt auf ein modernes Arbeitsrecht an, das auf die individuellen Lebensrealitäten der Menschen Acht gibt. Um Handwerk zu sichern, sind leistungswillige Lehrlinge gefragt. Die ältere Generation verdient stabile Pensionen sowie ein leistungsfreundlicheres Pensionssystem."