Erstellt am 24. April 2013, 07:09

Berufs-Informationen für Mädchen am Girls' Day. Aus dem breiten Spektrum an Berufen wählen Mädchen immer noch oft die typisch weiblichen, mitunter mäßig bezahlten, aus.

Beim Girls' Day am Donnerstag haben junge Frauen wieder die Gelegenheit, sich über Jobs abseits traditioneller Rollenbilder zu informieren und selbst auszuprobieren. Auch der Bundesdienst beteiligt sich wieder an den Veranstaltungen.

68 Prozent der Mädchen wählen aus zehn Lehrberufen aus und die Top drei sind weiterhin Verkäuferin (25,4 Prozent), Sekretärin (12,2 Prozent) und Friseurin (10,3 Prozent). Allein durch die Berufswahl bestehen jedoch von Anfang an Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern. Ziel des Girls' Day ist es daher, den Horizont der jungen Frauen bei der Job-Entscheidung zu erweitern.

Der Girls' Day findet international und seit 2001 auch in Österreich statt. Der Bundesdienst beteiligt sich seit 2006, mit damals 72 Teilnehmerinnen. Mittlerweile verzeichnet der Bundesdienst 1.200 Anmeldungen zu den Aktionen.

Beamten- und Frauenministerin Heinisch-Hosek empfängt am Donnerstag die Mädchen im Bundeskanzleramt und besucht später die WienCont Container Terminal Gesellschaft im Wiener Hafen. "Ein Teil der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen erklärt sich mit der unterschiedlichen Berufswahl. Deswegen ist es so wichtig, Mädchen an diesem Tag zu zeigen: Du kannst alles werden, was du willst. 'Typische' Frauen- und Männerberufe sollte es überhaupt nicht mehr geben", erklärte Heinisch-Hosek.

Infrastrukturministerin Bures fährt Zug - zwar nur vom Wiener Hauptbahnhof bis Floridsdorf, dafür in Begleitung der Lokführerinnen von morgen. Im Anschluss besuchen die jungen Frauen Werkstätten der ÖBB und haben dort die Möglichkeit, ein Werkstück anzufertigen. Das Bundesheer lädt Mädchen in sieben Kasernen und vermittelt bei Leistungsschauen das Berufsbild der Soldatin.

Im Parlament lernen die jungen Frauen die Öffentlichkeitsarbeit, von Pressemeldungen bis hin zum Web-Auftritt, kennen. Auch Gespräche mit ORF-Mitarbeiterinnen sind geplant.

In Wien heißt der Girls' Day "Töchtertag", über 160 Firmen beteiligen sich daran.