Erstellt am 20. April 2015, 15:03

Job-Initiativen: Steindl zog Zwischenbilanz. Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) hat am Montag eine Zwischenbilanz über Beschäftigungsprojekte gezogen.

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (ÖVP).  |  NOEN, Stefanitsch/BVZ
Im Rahmen des von ihm initiierten "rot-goldenen Lehrlingsplanes" habe man bereits 70 Lehrlingen eine Chance gegeben, eine Lehre in landesnahen Betrieben zu beginnen. Im Zuge der Aktion "50+ für Gemeinden" hätten sich bisher 44 Personen bei den Kommunen gemeldet.

Bei dieser Aktion würden nun auch gemeindeübergreifende Aktivitäten unterstützt, sagte Steindl: "Wenn sich zwei kleine Gemeinden einen Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin teilen wollen, dann wird das auch von mir in der Richtung gefördert." Er wolle nun die Aktion 50+ von den Gemeinden auf alle Unternehmer des Landes ausdehnen, so der Landeshauptmannstellvertreter.

"Genug Mittel zur Verfügung"

"Das Budget ist vorhanden. Die Abwicklung erfolgt über die WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG)", erklärte Steindl. Er habe eine Rücklage von 17 Mio. Euro, an normaler Wirtschaftsförderung stelle er pro Jahr etwa vier bis fünf Mio. bereit: "Das heißt, ich habe genug Mittel zur Verfügung, die man auslösen kann", erläuterte der Wirtschaftsreferent.

Das Projekt "50+ für Gemeinden" baut auf der "Aktion 50+" des Sozialministeriums auf. Beschäftigt eine Gemeinde einen Langzeitarbeitslosen über 50 Jahren für sechs Monate, zahlt das AMS zwei Drittel (66 Prozent) der Kosten, 34 Prozent trägt die Gemeinde. Hält eine Kommune einen Arbeitslosen einen Monat zusätzlich in Beschäftigung und trägt für diesen Zeitraum die vollen Lohnkosten, finanziert Steindl aus Mitteln des Fonds für Arbeit und Wirtschaft den halbjährigen 34-Prozent-Anteil der Gemeinde.

Er habe den Regierungsakt für die Ausdehnung des Projekts auf die Unternehmen bereits Anfang April eingebracht. Dieser liege "seit 7. April" in der Landesamtsdirektion und werde nicht auf die Tagesordnung genommen, sagte Steindl. 90 Prozent der Arbeitslosen über 50 Jahre seien Burgenländer. Dass "ein gutes Projekt, das mit den Gemeinden gut angelaufen ist" und das nun auf alle Betriebe ausgedehnt werden solle, "von der SPÖ-Seite blockiert" werde, "das versteht niemand", erklärte der Wirtschaftsreferent.