Erstellt am 27. April 2012, 11:24

BEWAG und BEGAS teilen sich Vorstand. Noch heuer sollen die beiden burgenländischen Energieversorger BEWAG und BEGAS fusionieren.

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Nachdem in den vergangenen Tagen aufgrund einer Sonderprüfung bei der BEGAS in beiden Unternehmen je ein Chefsessel freigeworden ist, zeichnet sich die zukünftige gemeinsame Arbeit nun auch bei der Nachbesetzung ab: BEGAS-Vorstand Leopold Buchmayer folgt dem am Donnerstag freiwillig gegangenen Reinhard Schweifer in die BEWAG-Chefetage, BEWAG-Vorstand Michael Gerbavsits übernahm den Posten von Rudolf Simandl. Somit sitzt in beiden Unternehmen das jeweils gleiche Vorstandsduo.
 
 "Mit der aktuellen Besetzung der Vorstandsposten in BEGAS und BEWAG ist gewährleistet, dass es kurze Kommunikationswege gibt, alle Beteiligten an einem Strang ziehen, alle Ereignisse in der Vergangenheit vollständig aufgeklärt werden und ein optimaler Start in die Zukunft gelingt, so dass den Burgenländern saubere Energie zu einem günstigen Preis bei bestem Service zur Verfügung gestellt wird", teilte BEWAG-Aufsichtsrats-Präsident Josef Kaltenbacher am Freitag in einer Aussendung mit.
 
Den ersten Knall in der BEGAS-Affäre gab es am 13. April, als BEGAS-Vorstand Rudolf Simandl wegen Unterlagen, die dem BEGAS-Aufsichtsratspräsidium von Dritten übermittelt worden waren, beurlaubt wurde. Am 16. April beschloss der Aufsichtsrat einstimmig eine Prüfung nach Paragraf 95 Absatz 3 des Aktiengesetzes. Alle Manager des Gasversorgers der letzten zehn Jahre mussten sich dieser Prüfung unterziehen.

Am 23. April löste der Aufsichtsrat den Vertrag mit Simandl fristlos und am Donnerstag zog schließlich auch sein früherer Vorstandskollege bei der BEGAS, Schweifer, die Konsequenzen und legte sein Mandat freiwillig zurück. Er hatte nach Hans Lukits und Josef Münzenrieder mit 1. Jänner 2011 die Führung der BEWAG übernommen.