Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Bieler: „Keine Verluste“. BURGENLANDFONDS / Bieler dementiert Gerüchte, wonach das Land Millionen auf den Finanzmärkten verspekuliert hätte.

Helmut Bieler  |  NOEN

VON BETTINA EDER

Vergangene Woche machte der Fonds für Arbeit und Wirtschaft des Landes Schlagzeilen. Hochspekulative Veranlagungen und Staatsanleihen anderer Euroländer wie etwa des finanzmaroden Griechenland sollen dem Land Burgenland einen Verlust von einigen Millionen Euro beschert haben.

Insgesamt waren 2006 225 Millionen Euro – stammend aus dem Verkauf von Beteiligungen und Immobilien an die Landesholding – veranlagt. Knapp 200 Millionen Euro sollen davon laut Insidern nur mehr im Topf sein. Vor allem 2010 hätte dieser Fonds massiv an Wert verloren.

Bieler: „Insgesamt 42  Millionen Euro im Plus“

„Die Veranlagung fällt positiv mit einem derzeitigen Wert von 228,2 Millionen aus“, dementiert der zuständige Finanzlandesrat Helmut Bieler die kolportierten Verluste. Im Gegenteil, „die Erlöse betragen seit Beginn 42 Millionen Euro. Acht Millionen an Ausschüttung werden für heuer erwartet.“

Auch von riskanten Investitionen will Bieler nichts wissen: „Wir setzen im Burgenland auf eine vorsichtige, kalkulierbare Veranlagung. Sie erfolgte ausschließlich in Staatsanleihen, Pfandbriefen und Unternehmeranleihen höchster Bonität.“ In Griechenland sei laut Bielers Büro zwar investiert worden, allerdings nur 2,9 Prozent des Volumens.

Dennoch wird der Fonds für Arbeit und Wirtschaft jetzt durch den Landesrechnungshof geprüft. Ein Ergebnis wird in den nächsten Wochen erwartet.