Erstellt am 19. März 2014, 13:20

Bienenschutzprogramm: SPÖ fordert rasche Umsetzung. Eisenstadt / Die burgenländischen Sozialdemokraten haben am Mittwoch die rasche Umsetzung des Bienenschutzprogrammes gefordert.

 |  NOEN, ROBERT JAEGER (APA)
Aufgrund der "tollen gegenwärtigen Witterung" habe der Bienenflug bereits begonnen, daher müsse man jetzt damit starten, teilte Nationalratsabgeordneter Erwin Preiner bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit.

Preiner will weniger Pestizideinsatz

Preiner forderte außerdem weniger Pestizideinsatz, nachhaltige Information an die Öffentlichkeit - "welche Pestizide werden auf welchen Flächen in welcher Dosierung aufgebracht" - sowie den Ausbau der biologischen Landwirtschaft. 16,5 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich seien aktuell in der biologischen Landwirtschaft tätig. Der Wunsch sei eine Verdoppelung oder zumindest ein Anstieg auf über 30 Prozent.

"Dieser Ausbau sichert nachhaltig auch das Überleben der Bienenvölker und Bienenstöcke", erläuterte der SPÖ-Politiker. Daher appelliere er an den zuständigen Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP), "sofort mit dem Programm zu starten" und "die finanzielle Dotierung sicherzustellen."

Imker verlangt Ansprechperson in der Landesregierung

Rasches Handeln und Umsetzen wünschen sich auch die heimischen Imker, wie Konrad Schneider, Bienenzüchter und früherer Landesobmann des Bienenzuchtverbandes mitteilte. Er wünsche sich etwa, dass der Ursache für das Bienensterben auf den Grund gegangen wird und Untersuchungen seitens des Landes angestellt werden.

"Viele Imker glauben, dass sie schlechte Imker sind", berichtete Schneider über die aktuelle Situation - dem Sterben ganzer Bienenvölker - mit denen viele seiner Kollegen konfrontiert seien. Viele Imker würden sich schämen, dabei seien die Pestizide die Ursache.
 
Außerdem solle es einen Ansprechpartner der Landesregierung geben. "Es geht alles zu langsam und zu beschwerlich", erklärte der Bio-Imker. Weiters wäre es seines Erachtens "das Sinnvollste", wenn Bauern sogenannte Spritzbücher führen würden. Anzeigen würden aktuell keinen Sinn machen, "weil nicht exekutiert werde", so Schneider.

Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema: