Erstellt am 19. November 2010, 13:01

Bildung - Josef Pröll unterstützt VP-Landeshauptmänner. ÖVP-Chef Vizekanzler Josef Pröll unterstützt die ÖVP-Landeshauptmänner in ihrer Position zu einer Bildungsreform. Die grundlegende Struktur der Bildungslandschaft, also Lehrinhalte, Lehrpläne und Bildungsziele sowie die Definition von Schultypen und Schularten solle Bundeskompetenz sein, erklärte Pröll.

Die Länder wiederum sollen alle administrativen Verantwortlichkeiten wahrnehmen, so sollen etwa alle Lehrer bei den Ländern angestellt sein.

Weitere Aufgabe der Länder sollen die Stärkung der Schulautonomie, Schulgebäude oder Direktorenbestellungen sein, so Pröll. Außerdem solle pro Land nur eine "Bildungsdirektion" (statt der Landes- und Bezirksschulräte) geben. Die Finanzierung solle künftig über eine Schülerkopfquote laufen, die festlege, wie viel Geld die Länder für die Lehrer bekommen. Genaueres dazu müsse noch verhandelt werden.

Der niederösterreichische Landeshauptmann und derzeitige Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Erwin Pröll, nannte ein Einsparungspotenzial von 40 bis 50 Mio. Euro. Das Papier ist laut Josef Pröll die weitere Verhandlungsgrundlage. Der Ball liege nun am Ballhausplatz, meinte dazu Erwin Pröll.

Man wolle bei der Bildungsverwaltung klar in Vorlage gehen, damit Bewegung in das Thema komme, betonte der Vizekanzler. Es gehe nicht um die Frage von Gewinnern und Verlierern, sondern um ein effizienteres Schulsystem.