Erstellt am 12. Dezember 2012, 10:06

Bildungsstandards - Burgenland will Testformate stärker trainieren. Im Burgenland will man nach Vorliegen der Testergebnisse zu den Mathematik-Bildungsstandards unter anderem die Testformate mit den Schülern verstärkt trainieren.

Während sie beim Rechnen sehr gut abschnitten, habe es beim Interpretieren und bei den Multiple Choice Tests Defizite gegeben. "Das sind unsere Schüler weniger gewohnt. Da müssen wir sicher noch nachschärfen", erklärte AHS-Landesschulinspektor Jürgen Neuwirth Dienstagnachmittag in Eisenstadt.

Die burgenländischen Schüler seien im Rechnen stark: "In der Statistik gibt es allerdings Defizite. Da müssen wir arbeiten, das ist uns bewusst", so Neuwirth. Deshalb arbeite man mit der Pädagogischen Hochschule zusammen, wo geeignete Fortbildungsmaßnahmen gesetzt werden können.

Auch Diagnoseinstrumente sollen stärker eingesetzt werden, um in drei Jahren ein besseres Ergebnis zu erzielen. Seitens der Schulaufsicht begrüße man die Einführung der Bildungsstandards, weil es erstmals die Möglichkeit gebe, auf externe Daten basierend Qualitätsentwicklung betreiben zu können, meinte Neuwirth.

"Es ist eigentlich noch das traditionelle Schulsystem getestet worden", erklärte Landesschulratspräsident Gerhard Resch. In den vergangenen vier Jahren habe sich in der Neuen Mittelschule und in der AHS ein gewisser Paradigmenwechsel vom Faktenwissen hin zur Kompetenzorientierung vollzogen.

Das Burgenland liege mit 532 Punkten ganz knapp unter dem Durchschnitt von 535 Punkten, so Resch. Einzelergebnisse herauszugeben, wäre "Lehrer- und Schüler-Bashing", verteidigte der Amtsführende Präsident die Entscheidung, solche Details nicht öffentlich zu machen.

Beim nächsten Mathematik-Durchgang in drei Jahren erwarte er sich "vor allem im Bereich der APS durch die Neue Mittelschule durch die zusätzlichen Ressourcen Verbesserungen und Steigerungen", sagte Resch.