Erstellt am 09. November 2011, 15:44

Bildungsvolksbegehren dürfte im Mittelfeld landen. Sollten die Eintragungslokale nicht am morgigen letzten Eintragungstag noch gestürmt werden, wird das von Ex-SP-Vizekanzler Hannes Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren wohl irgendwo im Mittelfeld der nunmehr 35 Volksbegehren landen.

Ein Rundruf der APA in Landeshaupt- und größeren Städten ergab am Mittwoch das Bild einer nicht allzu regen Beteiligung im Burgenland, in Kärnten, in Oberösterreich und in Salzburg. Besser gelaufen sein dürfte es in der Steiermark und in Vorarlberg.

In Graz, in Bregenz und in Dornbirn lassen die am Mittwoch genannten Zahlen erwarten, dass Androschs Initiative besser abschneidet als das Pensions-Volksbegehren im Jahr 2004. Für Eisenstadt, Klagenfurt, Linz und Salzburg zeichneten sich hingegen Werte unter diesem SPÖ-Volksbegehren ab - das vor sieben Jahren österreichweit mit 10,53 Prozent auf Platz 10 der bisher 34 Begehren landete. Aus St. Pölten war am Mittwoch nur zu erfahren, dass man "im Mittelfeld" liegt, in Linz hieß es, "es plätschert so dahin".

Eine kleine Bestleistung könnte Androsch und seinen Mitstreitern mit ihrem vergleichsweise großen PR-Einsatz allerdings doch gelingen - die des besten der nunmehr vier Volksbegehren zum Thema Bildung. Verglichen mit den fast 26 Prozent des besten Volksbegehrens überhaupt (gegen das Wiener Konferenzzentrum 1982) liegt hier die Latte nicht sehr hoch. Mit 6,77 Prozent bzw. 339.407 Unterschriften war "Gegen die 13. Schulstufe" im Jahr 1969 das bisher erfolgreichste Bildungs-Begehren.

Wie erfolgreich Androsch mit seinem Volksbegehren wirklich war, wird morgen, Donnerstag, gegen 22.00 Uhr feststehen. Tagsüber können noch Unterschriften abgegeben werden - in Burgenland und in Vorarlberg sowie in den meisten kleineren Gemeinden und Städten der anderen Länder bis 16.00 Uhr. In Wien, St. Pölten und Linz sind (wie in einzelnen kleineren Gemeinden) die Eintragungslokale allerdings bis 20.00 Uhr geöffnet.