Erstellt am 02. November 2011, 12:16

Bildungsvolksbegehren für Schüler ab zehn Jahren. Wenn die Eintragungswoche zum Bildungsvolksbegehren am Donnerstag beginnt, kann sich der Großteil der derzeit betroffenen Schüler nicht beteiligen. Denn erst ab 16 Jahren können österreichische Staatsbürger das in Gemeinde- und Bezirksämtern aufliegende Schriftwerk unterzeichnen.

Daher wurde eine Online- Plattform für Schüler ab zehn Jahren eingerichtet, auf der sie ihre Meinung äußern können.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften (KIJA) Österreich haben ein Online-"SchülerInnenvolksbegehren" erarbeitet. Weil Schüler "die eigentlichen ExptertInnen in Sachen Schule" sind, sei es "besonders wichtig", dass auch sie die Chance bekommen, sich am Bildungsvolksbegehren zu beteiligen, so die KIJA am Mittwoch. Gemeinsam mit Jugendlichen wurden die Forderungen des von Ex-SP-Vizekanzler Hannes Androsch initiierten Volksbegehrens "verständlich und altersgerecht"übersetzt und in 20 Fragen formuliert. Bis 21. November können Schüler durch Antworten zur Ganztagsschule, Lehrerausbildung oder der Abschaffung des Sitzenbleibens angeben, ob sie das Volksbegehren unterzeichnen würden.

Die Stimmen werden daraufhin laut Aussendung vom market-Institut ausgewertet, "die KIJAs werden dafür sorgen, dass die Ergebnisse auch im Parlament und von den zuständigen Regierungsverantwortlichen gehört werden".